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Ungewöhnlich viel Liebe: Houellebecqs neuer Roman "Serotonin"

Neuestes Werk des französischen Schriftstellers erscheint nächste Woche - 03.01.2019 14:46 Uhr

Poet und Provokateur: Der französische Erfolgsautor Michel Houellebecq. © Eduardo Munoz Alvarez/afp


Erste Hinweise gab Houellebecq (60) vor einiger Zeit dem französischen Nachrichtensender France 2. Sein nächstes Buch werde mit Gefühlen zu tun haben. Er glaube, er werde mit der Politik aufhören. In seinem viel beachteten vorherigen Roman "Unterwerfung". der auch als Vorlage für ein Theaterstück und einen Film diente, hatte Houellebecq über die Islamisierung Europas geschrieben und damit einen Nerv der Zeit getroffen.

Noch nie so viel über Liebe geschrieben

In dem neuen Roman, der in deutscher Übersetzung im Kölner Dumont-Verlag erscheint, rechnet die Hauptfigur mit der modernen Gesellschaft, der Wirtschaft, der Politik, aber auch mit sich selbst ab. Der 46-jährige Protagonist, der an Depressionen leidet, beschließt, sich aus seinem Leben zu verabschieden. Er zieht Bilanz und erinnert sich an die Frauen seines Lebens. Im Klappentext heißt es: "Noch nie hat Michel Houellebecq so ernsthaft und voller Emotion über die Liebe geschrieben."

Der lebensmüde Held trifft sich mit einem alten Freund, der als Landwirt im globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft. In den französischen Medien wird schon darüber spekuliert, ob der Autor etwa die Protestbewegung der "Gelben Westen" vorausgesehen habe.

Zuletzt hatte Houellebecq, der sehr zurückgezogen lebt, für Schlagzeilen gesorgt, als er im vergangenen September zum drittel Mal heiratete - im Frack und mit neuer Frisur. 

radl

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