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Wer kennt noch Josefine Mutzenbacher? Unsere Buchtipps für einen heißen Juli!

27.7.2022, 09:20 Uhr
Der Mensch ist ein Spielball der Geschichte, wird herumgeschubst von den Weltereignissen, die ihm wenig Spielraum für eigene Entscheidungen lassen. So geht es auch den Frauen und Männern in Iris Wolffs Roman "So tun, als ob es regnet" (Klett-Cotta, 12 Euro). Die Schriftstellerin erzählt von vier Generationen, die mit Mut und Ausdauer ihren Weg finden. Sie tut das auf nur 170 Seiten mit einer sanften sprachlichen Schönheit, die einen ganz eigenen Sog entwickelt. Man möchte gerne mehr davon. Gabi Eisenack
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Der Mensch ist ein Spielball der Geschichte, wird herumgeschubst von den Weltereignissen, die ihm wenig Spielraum für eigene Entscheidungen lassen. So geht es auch den Frauen und Männern in Iris Wolffs Roman "So tun, als ob es regnet" (Klett-Cotta, 12 Euro). Die Schriftstellerin erzählt von vier Generationen, die mit Mut und Ausdauer ihren Weg finden. Sie tut das auf nur 170 Seiten mit einer sanften sprachlichen Schönheit, die einen ganz eigenen Sog entwickelt. Man möchte gerne mehr davon. Gabi Eisenack © Klett-Cotta-Verlag/Montage: Sabine Schmid

Wenn es mal so einfach wäre! "Alissa kauft ihren Tod", nennt sich die Titelgeschichte ganz pragmatisch, und so ist Alissa ja auch, aber natürlich passiert dann bei der einsamen russischen Rentnerin, die sich zwecks möglicher Sterbehilfe schon mal einen Arzt sucht, in den sie sich dann prompt verliebt, alles genau so, wie sie es nicht erwartet. Das ist bei Ljudmila Ulitzkaja und ihren tüchtigen Frauenfiguren fast schon Prinzip, und der Leser genießt die mal realistischen, mal fantastischen Wendungen, wenn sie so lebensnah und prall das Märchenhafte streifen. Eine wunderbare Erzählerin! (Hanser, 25 Euro). Wolf Ebersberger
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Wenn es mal so einfach wäre! "Alissa kauft ihren Tod", nennt sich die Titelgeschichte ganz pragmatisch, und so ist Alissa ja auch, aber natürlich passiert dann bei der einsamen russischen Rentnerin, die sich zwecks möglicher Sterbehilfe schon mal einen Arzt sucht, in den sie sich dann prompt verliebt, alles genau so, wie sie es nicht erwartet. Das ist bei Ljudmila Ulitzkaja und ihren tüchtigen Frauenfiguren fast schon Prinzip, und der Leser genießt die mal realistischen, mal fantastischen Wendungen, wenn sie so lebensnah und prall das Märchenhafte streifen. Eine wunderbare Erzählerin! (Hanser, 25 Euro). Wolf Ebersberger © Hanser Verlag/Montage: Sabine Schmid

Noch einmal eintauchen in den Kosmos des heuer verstorbenen großen österreichischen Erzählers Gerhard Roth: der Roman "Die Imker" aus dem Nachlass (S. Fischer, 32 Euro) führt durch die Welten Roths zwischen Wahn und Wirklichkeit, zu den Nachtseiten der Existenzen derer, die wir leichtfertig "Irre" nennen, und zu den Wundern, die wir "Normale" so oft übersehen. Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond in diesem sprachlich flirrenden Buch voller Abschweifungen und Geschichten, aber eine Handvoll Davongekommener lernt nach der globalen Katastrophe den Umgang mit dem Kostbarsten neu. Nur das Widersprüchliche ist wahr, weiß Roth, und er kennt auch den Ausweg aus der Misere des Seins: "Sobald die Gedanken auf dem Kopf stehen, wird das Leben leichter." Bernd Noack
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Noch einmal eintauchen in den Kosmos des heuer verstorbenen großen österreichischen Erzählers Gerhard Roth: der Roman "Die Imker" aus dem Nachlass (S. Fischer, 32 Euro) führt durch die Welten Roths zwischen Wahn und Wirklichkeit, zu den Nachtseiten der Existenzen derer, die wir leichtfertig "Irre" nennen, und zu den Wundern, die wir "Normale" so oft übersehen. Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond in diesem sprachlich flirrenden Buch voller Abschweifungen und Geschichten, aber eine Handvoll Davongekommener lernt nach der globalen Katastrophe den Umgang mit dem Kostbarsten neu. Nur das Widersprüchliche ist wahr, weiß Roth, und er kennt auch den Ausweg aus der Misere des Seins: "Sobald die Gedanken auf dem Kopf stehen, wird das Leben leichter." Bernd Noack © S. Fischer Verlag/Montage: Sabine Schmid

Er war schwul, er war Jude, er war Buddhist und Kommunist und vieles andere mehr, ein Kritiker wie Liebhaber Amerikas gleichermaßen, beides fanatisch, rauschhaft, prophetisch. Vor allem war und ist Allen Ginsberg einer der größten Lyriker des 20. Jahrhunderts, der 1955 mit seinem die eigene Generation wüst betrauernden "Geheul" Geschichte schrieb. Allein dieses Großgedicht in einer neuen Übersetzung (von Clemens J. Setz) lesen zu können, zeigt den Verdienst der zwei Bände, die den vor 25 Jahren verstorbenen Beat-Autoren nun mit seinen wichtigsten Texten würdigen, einmal der "Lyrik", dann der "Prosa", was mit Briefen, Tagebüchern und Interviews fast eine eigene Biografie ergibt. Der Fan sagt: Holy, holy, holy! (Blumenbar Verlag, je 25, zusammen 45 Euro) Wolf Ebersberger
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Er war schwul, er war Jude, er war Buddhist und Kommunist und vieles andere mehr, ein Kritiker wie Liebhaber Amerikas gleichermaßen, beides fanatisch, rauschhaft, prophetisch. Vor allem war und ist Allen Ginsberg einer der größten Lyriker des 20. Jahrhunderts, der 1955 mit seinem die eigene Generation wüst betrauernden "Geheul" Geschichte schrieb. Allein dieses Großgedicht in einer neuen Übersetzung (von Clemens J. Setz) lesen zu können, zeigt den Verdienst der zwei Bände, die den vor 25 Jahren verstorbenen Beat-Autoren nun mit seinen wichtigsten Texten würdigen, einmal der "Lyrik", dann der "Prosa", was mit Briefen, Tagebüchern und Interviews fast eine eigene Biografie ergibt. Der Fan sagt: Holy, holy, holy! (Blumenbar Verlag, je 25, zusammen 45 Euro) Wolf Ebersberger © Blumenbar/Montage: Sabine Schmid

Wenn Ralf Rothmann gewollt hätte, hätte er vielleicht schon längst den Deutschen Buchpreis geholt. Im Jahr 2015 hat die Jury eigens nochmals nachgefragt, warum der Suhrkamp-Verlag Rothmanns Buch "Im Frühling sterben" nicht nominierte. Der Autor wollte aber an dem Wettbewerb nicht teilnehmen. Die ungewöhnliche Bitte der Jury zeugt gleichwohl vom Stellenwert seiner Bücher. Die Romane "Im Frühling sterben" und "Der Gott jenes Sommers" (2018) gehören zu Rothmanns Trilogie über die Kriegs- und Nachkriegszeit, die der 1953 geborene Autor nun mit "Die Nacht unterm Schnee" (Suhrkamp, 24 Euro) zu Ende bringt. Rothmanns sensibel ausgeleuchtete Figuren versuchen, sich in den Jahren nach 1945 zurechtzufinden. Ein empfehlenswertes Buch, und  preiswürdig auch. Marco Puschner
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Wenn Ralf Rothmann gewollt hätte, hätte er vielleicht schon längst den Deutschen Buchpreis geholt. Im Jahr 2015 hat die Jury eigens nochmals nachgefragt, warum der Suhrkamp-Verlag Rothmanns Buch "Im Frühling sterben" nicht nominierte. Der Autor wollte aber an dem Wettbewerb nicht teilnehmen. Die ungewöhnliche Bitte der Jury zeugt gleichwohl vom Stellenwert seiner Bücher. Die Romane "Im Frühling sterben" und "Der Gott jenes Sommers" (2018) gehören zu Rothmanns Trilogie über die Kriegs- und Nachkriegszeit, die der 1953 geborene Autor nun mit "Die Nacht unterm Schnee" (Suhrkamp, 24 Euro) zu Ende bringt. Rothmanns sensibel ausgeleuchtete Figuren versuchen, sich in den Jahren nach 1945 zurechtzufinden. Ein empfehlenswertes Buch, und  preiswürdig auch. Marco Puschner © Suhrkamp Verlag/Montage: Sabine Schmid

Ein einziger Tag, ein ganzes Leben, nein, viele Leben, viele Perspektiven, alle nebeneinander, alle gleichzeitig, "Mrs Dalloway" ist ja nur eine davon! Virginia Woolfs Roman von 1925, vielleicht ihr schönster und zugänglichster, begleitet die Titelheldin, 52, Gattin eines Abgeordneten, durchs sommerliche London, während sie eine ihrer berühmten Partys vorbereitet. Da soll auch ihre Jugendliebe Peter kommen, und entsprechend aufgeregt ist sie. Aber ist nicht die ganze Stadt, die moderne Welt, bis zum Zerreißen gespannt?  Melanie Walz gelingt es mit dieser Neuübersetzung, die Flut von Impressionen, das sinnliche Staccato des Stils ideal wiederzugeben. Ein Juwel von Buch! (Manesse, 24 Euro) Wolf Ebersberger
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Ein einziger Tag, ein ganzes Leben, nein, viele Leben, viele Perspektiven, alle nebeneinander, alle gleichzeitig, "Mrs Dalloway" ist ja nur eine davon! Virginia Woolfs Roman von 1925, vielleicht ihr schönster und zugänglichster, begleitet die Titelheldin, 52, Gattin eines Abgeordneten, durchs sommerliche London, während sie eine ihrer berühmten Partys vorbereitet. Da soll auch ihre Jugendliebe Peter kommen, und entsprechend aufgeregt ist sie. Aber ist nicht die ganze Stadt, die moderne Welt, bis zum Zerreißen gespannt?  Melanie Walz gelingt es mit dieser Neuübersetzung, die Flut von Impressionen, das sinnliche Staccato des Stils ideal wiederzugeben. Ein Juwel von Buch! (Manesse, 24 Euro) Wolf Ebersberger © Manesse/Montage: Sabine Schmid

Urlaubslektüre für die Zeit am Vesuv oder am Po: Ende des 19. Jahrhunderts erschien Emilio de Marchis Buch "Baron Santafusca und der Priester aus Neapel" als Feuilleton-Fortsetzungsroman in italienischen Zeitungen und bereitete damals den Lesern helle Freude. Das dürfte jetzt nicht anders sein, denn die Geschichte um einen bankrotten Adligen, der einen mit allen Wassern gewaschenen Priester übers Ohr hauen und um die Ecke bringen will, hat es humorvoll und kriminalistisch in sich. Viel Lokalkolorit, ein frecher Stil, absurde Wendungen und haarsträubende Überraschungen vertreiben jegliche Langeweile, wenn an der überfüllten Adria mal wieder Stimmungsebbe herrschen sollte. (Andere Bibliothek, 44 Euro) Bernd Noack 
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Urlaubslektüre für die Zeit am Vesuv oder am Po: Ende des 19. Jahrhunderts erschien Emilio de Marchis Buch "Baron Santafusca und der Priester aus Neapel" als Feuilleton-Fortsetzungsroman in italienischen Zeitungen und bereitete damals den Lesern helle Freude. Das dürfte jetzt nicht anders sein, denn die Geschichte um einen bankrotten Adligen, der einen mit allen Wassern gewaschenen Priester übers Ohr hauen und um die Ecke bringen will, hat es humorvoll und kriminalistisch in sich. Viel Lokalkolorit, ein frecher Stil, absurde Wendungen und haarsträubende Überraschungen vertreiben jegliche Langeweile, wenn an der überfüllten Adria mal wieder Stimmungsebbe herrschen sollte. (Andere Bibliothek, 44 Euro) Bernd Noack  © Andere Bibliothek/Montage: Sabine Schmid

Der Leser hat die Wahl, hier das ganz dünne, dort das ganz dicke Buch. Aber von Jürgen Becker ist ja alles lesenswert, die neuen Verse in "Die Rückkehr der Gewohnheiten" (77 Seiten, 20 Euro) wie die "Gesammelten Gedichte" (1120 Seiten, 78 Euro), ein Lebenswerkband, passend zum anstehenden 90. Geburtstag, in den Suhrkamp netterweise gleich die aktuellen Journalgedichte aufgenommen hat. Beckers lockere Bewusstseinsströme über die Gegenwart (auch die Pandemie kommt vor) und alles Vergangene in ihr, über Alltag und Geschichte, Zeit und Erinnerung sind immer leicht gehalten, fast lakonisch. Und was alles in einem Satz stecken kann: "Dass es nur das Alter ist, sagt der Arzt." Später dann: "Dass es nie zu spät ist, sagt der Arzt." Becker berührt, ohne hinzulangen. Wolf Ebersberger
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Der Leser hat die Wahl, hier das ganz dünne, dort das ganz dicke Buch. Aber von Jürgen Becker ist ja alles lesenswert, die neuen Verse in "Die Rückkehr der Gewohnheiten" (77 Seiten, 20 Euro) wie die "Gesammelten Gedichte" (1120 Seiten, 78 Euro), ein Lebenswerkband, passend zum anstehenden 90. Geburtstag, in den Suhrkamp netterweise gleich die aktuellen Journalgedichte aufgenommen hat. Beckers lockere Bewusstseinsströme über die Gegenwart (auch die Pandemie kommt vor) und alles Vergangene in ihr, über Alltag und Geschichte, Zeit und Erinnerung sind immer leicht gehalten, fast lakonisch. Und was alles in einem Satz stecken kann: "Dass es nur das Alter ist, sagt der Arzt." Später dann: "Dass es nie zu spät ist, sagt der Arzt." Becker berührt, ohne hinzulangen. Wolf Ebersberger © Suhrkamp Verlag/Montage: Sabine Schmid

Natürlich ist das Schweinkram von der ersten bis zur letzten Zeile, diese "Josefine Mutzenbacher". Aber der Verlag Sonderzahl hat das berühmt-berüchtigte Werk über die erdichteten sexuellen Abenteuer eines Mädchens aus der untersten Wiener Gesellschaftsschicht um 1900 jetzt noch einmal in einer sorgfältig und ernsthaft kommentierten Ausgabe zur Diskussion gestellt, damit jeder sich eigenständig ein Bild von dem Buch machen kann, das ausgerechnet der Autor des süßen kleinen "Bambi", Felix Salten, geschrieben haben soll (34 Euro). Kommentar, Glossar und Erläuterungen sind fast länger als der Urtext und es findet sich hier auch Oswald Wieners legendärer Aufsatz über Zensur, in dem es heißt, der Roman sei "mittelmäßige Pornographie". Man urteile selbst. Bernd Noack
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Natürlich ist das Schweinkram von der ersten bis zur letzten Zeile, diese "Josefine Mutzenbacher". Aber der Verlag Sonderzahl hat das berühmt-berüchtigte Werk über die erdichteten sexuellen Abenteuer eines Mädchens aus der untersten Wiener Gesellschaftsschicht um 1900 jetzt noch einmal in einer sorgfältig und ernsthaft kommentierten Ausgabe zur Diskussion gestellt, damit jeder sich eigenständig ein Bild von dem Buch machen kann, das ausgerechnet der Autor des süßen kleinen "Bambi", Felix Salten, geschrieben haben soll (34 Euro). Kommentar, Glossar und Erläuterungen sind fast länger als der Urtext und es findet sich hier auch Oswald Wieners legendärer Aufsatz über Zensur, in dem es heißt, der Roman sei "mittelmäßige Pornographie". Man urteile selbst. Bernd Noack © Sonderzahl/Montage: Sabine Schmid

Da spielen, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, der deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler und der junge jüdische Stargeiger Yehudi Menuhin zusammen Beethoven, ein großes Symbol der Versöhnung im Zeichen der Kunst, und was hört Julio Cortázar auf der legendären Aufnahme? Das Husten einer Zuhörerin an einer leisen Stelle! Es gefällt ihm sogar, als Einbruch des Ungewöhnlichen, des Wunderbaren in die geordnete Welt. Der tolle Band  "Unerwartete Nachrichten" (Berenberg, 25 Euro) hat noch viel mehr solche zauberhaften Überraschungen aus dem Nachlass des großen, kosmopolitischen  Argentiniers. Eine funkelnde Fundgrube. Wolf Ebersberger

 
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Da spielen, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, der deutsche Dirigent Wilhelm Furtwängler und der junge jüdische Stargeiger Yehudi Menuhin zusammen Beethoven, ein großes Symbol der Versöhnung im Zeichen der Kunst, und was hört Julio Cortázar auf der legendären Aufnahme? Das Husten einer Zuhörerin an einer leisen Stelle! Es gefällt ihm sogar, als Einbruch des Ungewöhnlichen, des Wunderbaren in die geordnete Welt. Der tolle Band  "Unerwartete Nachrichten" (Berenberg, 25 Euro) hat noch viel mehr solche zauberhaften Überraschungen aus dem Nachlass des großen, kosmopolitischen  Argentiniers. Eine funkelnde Fundgrube. Wolf Ebersberger   © Berenberg Verlag/Montage: Sabine Schmid

Sogar Nürnberg kommt vor im "Boulevard der Eitelkeiten": mit einem Auftritt von Dieter Hallervorden 1972, als langer Lulatsch in Schwarz-Weiß. Sonst darf bei dem Fotografen Roger Fritz eher München leuchten, und es ist ja auch fast jeder dabei, der damals in den 70ern und 80ern prominent war, von Barbara Valentin über Dolly Dollar bis zur unvergessenen Helga Anders, mit der Fritz auch verheiratet war. Vom schrillen Fassbinder-Kreis bis zum schwarzen Partei-Filz, hier bekommen alle ein würdiges Zeit-Porträt und ein paar launige Zeilen. (Schirmer/Mosel, 34 Euro) Wolf Ebersberger

 
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Sogar Nürnberg kommt vor im "Boulevard der Eitelkeiten": mit einem Auftritt von Dieter Hallervorden 1972, als langer Lulatsch in Schwarz-Weiß. Sonst darf bei dem Fotografen Roger Fritz eher München leuchten, und es ist ja auch fast jeder dabei, der damals in den 70ern und 80ern prominent war, von Barbara Valentin über Dolly Dollar bis zur unvergessenen Helga Anders, mit der Fritz auch verheiratet war. Vom schrillen Fassbinder-Kreis bis zum schwarzen Partei-Filz, hier bekommen alle ein würdiges Zeit-Porträt und ein paar launige Zeilen. (Schirmer/Mosel, 34 Euro) Wolf Ebersberger   © Schirmer/Mosel Verlag; Montage: Sabine Schmid

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