Dienstag, 20.10.2020

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Wild, lost oder cringe: Welches wird das Jugendwort des Jahres?

Am Donnerstag wird das neue Jugendwort gekürt - 15.10.2020 07:21 Uhr

Auf der Suche nach dem Jugendwort des Jahres 2020 durften die User aus den Top Ten der Einsendungen für ihr Lieblingswort abstimmen. Die drei Finalisten stehen fest: Morgen entscheidet sich, ob "wyld", "lost" oder "cringe" zum neuen Jugendwort des Jahres gewählt wird. Wer mit den vermeintlichen Jugendwörtern nicht viel anfangen kann, dem erklären wir, wie die heißesten Jugendworte verwendet werden:

Wyld:

Etwas, das bei jungen Menschen starke Emotionen auslöst oder schockierend und polarisierend ist, gilt als "zu wyld". "Wyld" ist eine Abwandlung des Wortes "wild". Synonyme für "zu wyld" sind Worte, wie "heftig", "crazy" oder "krass".

Lost:

Das englische Wort "lost" (zu Deutsch "verloren") hat viele Bedeutungen. Zum einen kann eine Person "lost" sein, wenn sie planlos oder ziellos wirkt. Außerdem kann man "lost" sein, wenn man ein Versager oder ein hoffnungsloser Fall ist.

Cringe:

Wenn einem etwas peinlich ist, oder man Fremdscham für etwas empfindet, dann passt das Wort "cringe" ganz gut. Das Wort "cringe" gibt es auch als Verb "cringen", wenn man akut eine peinliche Situation beobachtet oder durchlebt.

Schabernack:

Dieses Wort wurde durch den CDU-Politiker Philipp Amthor zum Internetphänomen. Der 27-Jährige Abgeordnete wird im Internet für seine Altherren-Art oft aufgezogen. Nach dem CDU-Video von YouTuber Rezo stand Amthor als das junge Aushängeschild der Union an vorderster Front. Nun ist der Politiker selbst zum Meme geworden.

Mittwoch:

Der Wochentag Mittwoch ist aufgrund eines viralen Videos in der Top Ten der Liste. Bereits 2016 trendete das Video von Jimmy Here auf den Videoplattformen Vine und YouTube. "It's Wednsday my dudes" wurde eingedeutscht und wurde nach Einschätzung der Langenscheidt-Redaktion zum Jugendwort.


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Sauftrag:

Ein Sauftrag ist eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen "Auftrag" und "Saufen". Ein Sauftrag ist im jugendlichen Wortschatz laut Langenscheidt ein "geplantes Besäufnis".

No front:

Wenn man bei einem gesagten Gedanken verdeutlichen will, dass dieser nicht als persönlicher Angriff empfunden werden soll, kann man den kontroversen Satz mit den Worten "no front" beenden. Bekannt wurde der Satzfetzen vor allem durch den Mode-YouTuber Justin.


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Köftespieß:

Ein Köftespieß ist ein türkischer gegrillter Fleischspieß. Den Jugendwort-Charakter bekommen die Köftespieße erst durch den Rapper Xatar. Dieser betont in einem Interview aus seiner damaligen Haftzeit, dass er direkt nach seiner Entlassung "einen schönen Köftespieß" essen möchte. Nachdem das Video viral ging, eröffnete der Rapper im Sommer in Bonn einen Imbiss, in dem er Köftespieße verkauft.

Diggah:

Dieses Wort ist eine gängige Anrede im Jugendslang. Ursprünglich "Dicker" wurde die Schreibweise abgewandelt.

Mashallah:

Mashallah ist eine arabische Redewendung, die so viel bedeutet, wie "Wie Gott will". "Mashallah" wird meist als Bekräftigung des Gesagten verwendet. Beispiel dafür ist ein Ausschnitt aus der RTL-Sendung "Die strengsten Eltern der Welt".

Die Community hat nun bis zum 16. September Zeit für einen Favoriten zu stimmen. Die Abstimmung ist auf der Langenscheidt-Homepage unter https://www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres zu finden.

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