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Landesmedienanstalt legt "Drachenlord"-Livestream still

Umstrittener YouTuber bräuchte für seinen Kanal eine Zulassung - 01.02.2019 16:09 Uhr

Seit Jahren stellt der umstrittene YouTuber Rainer W. alias "Drachenlord" vom kleinen Dorf Altschauerberg aus seine Videos ins Internet und sorgt dadurch immer wieder für Unruhe und Polizeieinsätze. © Screenshot YouTube


Es gibt wohl nur wenige YouTuber, die sich mit Hass so gut auskennen wie Rainer W., im Internet besser bekannt unter seinem Pseudonym "Drachenlord". Seit der 29-Jährige (der in seinen Videos gerne zu teils drastischen Beleidigungen greift) in einem Video seine Privatadresse veröffentlicht und seine Kritiker (die ebenfalls gerne zu drastischen Beleidigungen greifen) aufgefordert hat, zu ihm zu kommen und sich ihm zu stellen, kommt das kleine Dorf Altschauerberg nicht mehr zur Ruhe und wird mit regelmäßigen Polizeieinsätzen von teils beträchtlicher Größe konfrontiert.

Nun jedoch musste der ausgesprochen mitteilsame YouTuber einen Rückschlag hinnehmen. Seit längerer Zeit lädt er nicht nur seine Videos auf das Videoportal YouTube hoch sondern streamt auch live via YouNow. Das Problem daran: Unter bestimmten Voraussetzungen braucht man dafür eine kostenpflichtige Zulassung.

Bilderstrecke zum Thema

"Drachenlord"-Demo bei Emskirchen: Polizei im Großeinsatz

Der "Drachenlord" hat Altschauerberg im Griff. Hunderte versammelten sich zu einer Hass-Demo in dem kleinen Örtchen, trotz eines Verbotes des Landratsamtes. Die Polizei riegelte das Dorf ab, auch um Anwohner zu schützen.


Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien veröffentlicht hierzu unter anderem folgende Kriterien auf ihrer Webseite: "Eine Zulassung ist erforderlich, wenn (...) das Angebot linear verbreitet (also gestreamt, d. Red.) wird und mehr als 500 Nutzern gleichzeitig zugänglich ist".

Einen Zusammenhang mit den teils höchst fragwürdigen Inhalten seiner Streams - wie beispielsweise Aussagen wie "ja 'n Holocaust wäre mal natürlich eine richtig nice Sache" oder das Hantieren mit Sexspielzeug - hat die Sperre aber nicht. Stattdessen handelt es sich offenbar um ein formales Problem, wie die BLM in zwei Tweets mitteilte:

Die Reaktion des 29-Jährigen ließ nicht lange auf sich warten. "Offline", steht über dem Account. Und darunter wörtlich: "Ihr Wolltet mich scheitern sehen. Seit ihr nun Glücklich? Oder wollt ihr die Leere in eurer Seele mit dem nächsten Füllen?"

cu

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