12°

Montag, 23.09.2019

|

Musik für die Freundschaft

Das multireligiöse und multiethnische Arab-Jewish Orchestra tritt in Nürnberg, Bayreuth und Bad Berneck auf. - 31.05.2019 19:04 Uhr

Kommen aus allen Ecken Israels einmal in der Woche nach Tel Aviv zum Proben: Die Musiker des Arab-Jewish Orchestra, das eine Tournee nach Franken unternimmt. © Foto: Dan Erez


In dem versammeln sich zwei Dutzend Musiker aus allen Teilen Israels zwischen 16 und 34 Jahren, um neue oder entsprechend arrangierte Orchesterwerke sowohl aus der orientalisch-arabischen als auch aus der jüdischen Tradition zu spielen. Erstmals reist das Ensemble nun nach Deutschland, genauer nach Franken, wo es drei Konzerte geben wird: Am 19. Juni im Nürnberger Serenadenhof, am 20. Juni im Bayreuther "Zentrum" neben der Oberfrankenhalle und am 21. Juni in Bad Berneck.

"Das Orchester trifft sich einmal pro Woche zu Proben in Tel Aviv", berichtet Avital Rapoport, die Direktorin der Instrumentalgemeinschaft. "Es tritt in Konzerten in ganz Israel und im Ausland auf. Darüberhinaus nehmen wir an internationalen Musikfestivals und Austauschprojekten teil."

Folklore aus allen Richtungen

Das Programm für die Deutschland-Reise ist ein typischer Mix, wie ihn das Arab-Jewish Orchestra auch sonst pflegt: Ausschnitte aus Gioacchino Rossinis "Der Barbier von Sevilla", Alban Bergs "Sieben frühe Lieder" sowie Lieder des israelischen Künstlers Idan Raichel und der libanesischen Sängerin Julia Butros fügen sich perfekt zusammen zu "Music for Friendship". Auch der "Gefangenenchor" aus Verdis "Nabucco" oder das Finale von Mozarts "Zauberflöte" finden sich auf der Programmliste.

Den Gesangspart übernimmt dabei der Zamir-Chor aus Bayreuth, der sich seit 2006 auch der musikalischen Völkerverständigung widmet. Zamir ist das hebräische Wort für Nachtigall. Viele Choristen sorgen zudem auch für Privatquartiere, in denen die israelischen Musiker während ihres Gastspiel unterkommen.

"Bei uns spielen Moslems, Christen, Drusen und Juden auf hohem künstlerischen Niveau orientalische Volksmusik und jüdische Folklore mit Instrumenten beider Kulturen", erläutert Avital Rapoport das künstlerische Konzept des Orchesters. Das heißt, es kommen Oud (die orientalische Schwester der europäischen Laute), Gitarren, westliche und östliche Violinen, Blockflöte, Flöte, Schlagzeug und Percussion zusammen.

Am Pult des Orchesters steht seit 2017 der 34-jährige Nizar Elkhater, ein Schüler des bedeutenden israelischen Gegenwartskomponisten Ronen Shapira (52). Elkhater ist auch ein ausgezeichneter Pianist.

Bei schlechtem Wetter findet der Nürnberger Auftritt übrigens im Musiksaal in der Kongresshalle statt.

Karten sind direkt im NN-Ticket-Corner oder per Tel. 09 11 / 2 16 27 77 erhältlich. Wetter-Hotline Tel. 09 11 / 4 74 01 55. 

JENS VOSKAMP

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: nordbayern.de