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Nürnberger Kärwa-Umzüge vor dem Aus? CSU will Lösung

Partei stellt Antrag: Notfalls soll Stadt Sicherheitspersonal bezahlen - 02.02.2019 14:14 Uhr

Eine große Attraktion ist stets auch in Neunhof der Kirchweihumzug, wo 2018 im oberen Dorf ein riesiger, bunter Blumenwurm zu den Attraktionen zählte. © Martin Schülbe


Der Alarm der Kirchweihveranstalter im Knoblauchsland wegen der immer massiveren Auflagen sorgt, wie berichtet, zwischen Buch und Großgründlach für große Aufregung. Nach der SPD hat nun auch die CSU einen Stadtratsantrag gestellt. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, nach einer Lösung zu suchen, "um den Fortbestand der Kirchweihumzüge zu sichern". Im Mittelpunkt steht das Anliegen, dass die meist selbst konstruierten "Themenwagen" in den Festzügen nicht mit normalen landwirtschaftlichen Anhängern verglichen werden könnten, so CSU-Fraktionschef Marcus König.

Mit Blick auf die Straßenverkehrsordnung soll nun ein Weg gefunden werden, "um die bundesweiten Bestimmungen der Ausnahmen für den Einsatz bei Brauchtumsveranstaltungen zu erfüllen, ohne für die Umzugswagen technische Einzelabnahmen durchführen zu müssen". Geklärt werden soll auch die Frage der notwendigen Begleitpersonen (zwei pro Wagen sind im Gespräch). Hier plädiert die CSU dafür, dass "notfalls die Stadt die Kosten für zusätzliches externes Sicherheitsperonal, Absperrungen und andere Maßnahmen zusichert", um die Veranstalter zu unterstützen.

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Wie berichtet, bereitet der Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) dazu bereits einen runden Tisch vor. Der Vorstadtverein Nord unterstützt die Kärwa-Veranstalter und wird das Thema auch bei der Bürgerversammlung für die Stadtteile Almoshof, Boxdorf, Buch, Flughafen, Großgründlach, Höfles, Kleingründlach, Kraftshof, Lohe, Neunhof, Reutles, Schmalau und Schnepfenreuth ansprechen, die am 6. Februar ab 19.30 Uhr in der Boxdorfer Mehrzweckhalle stattfindet (um 14.30 Uhr beginnt dort schon die Kinderversammlung).

Zudem hat Vorstadtvereinschef Tobias Schmidt vorab weitere Themen an die Stadtspitze um OB Ulrich Maly geschickt. Dazu gehört die Überprüfung, ob die Kommunale Verkehrsüberwachung (KVÜ) auf die Stadtteile rund um den Flughafen — mit Blick auf die Parksituation mit dem Problem der "Urlaubsparker und Wildparker" — ausgeweitet wird. Wie in Ziegelstein, wünscht sich der Vorstadtverein in Zusammenarbeit mit den Anwohnern "die Prüfung temporärer Parkverbote in besonders belasteten Abschnitten".

Infos über Mobilitätspunkte

Die "Verkehrswende im Knoblauchsland" ist ein weiterer Brennpunkt. Hier fordert Schmidt konkrete Infos über aktuelle und künftige Elektrotankstellen und E-Fahrzeuge sowie Mobilitätspunkte im Bürgerversammlungsgebiet. Daten zu Flug- und Bodenlärm am Airport und mögliche Maßnahmen, um die Belastung zu reduzieren, sind weitere Themen.

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Über den "Verfügungsgrad von schnellem Internet" im Knoblauchsland und anstehende Ausbauschritte will der Vorstadtverein ebenso Auskunft haben wie über den Planungsstand beim Radschnellweg von Nürnberg nach Erlangen sowie bei der Stadt-Umland-Bahn. Ein weiteres Verkehrsthema sind die Erfahrungen mit der "Spielstraße" und der Verkehrsberuhigung in Schnepfenreuth.

Wie es um den Hochwasserschutz für das Gesamtgewässersystem im Knoblauchsland aktuell bestellt ist, ist ein weiterer Schwerpunkt, zu dem die Referent(inn)enriege Daten liefern soll. Reizthemen wie "Flächenversiegelung" und "Klimawandel" wird Tobias Schmidt ansprechen. Er hält "vorbeugenden Hochwasserschutz" mit Blick auf etliche Neubauprojekte im Nordwesten für sehr wichtig. 

Jo Seuß Lokales Nürnberg & Stadtanzeiger E-Mail

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