Kuriose Panne

Angestellter bekommt versehentlich 330-faches Gehalt ausgezahlt - und verschwindet dann spurlos

ama

Online-Redaktion

4.7.2022, 14:00 Uhr
Mit einem unerwarteten Geldsegen setzte sich ein Mann aus Chile offenbar ab. (Symbolbild)

© pixabay Mit einem unerwarteten Geldsegen setzte sich ein Mann aus Chile offenbar ab. (Symbolbild)

Er hat wohl mit einem Schlag ausgesorgt: Ein Mann aus der chilenischen Hauptstadt Santiago erhielt von seinem Arbeitgeber auf einen Schlag das 330-fache Monatsgehalt. Anstatt das Geld umgehend zurückzuzahlen, setzte er sich allerdings ab. Die chilenische Zeitung LUN hatte zuerst von diesem kuriosen Fall berichtet.

Demnach hatte der Fleischkonzern Cial Alimentos, der für seine Wurstprodukte bekannt ist, einem Mitarbeiter im Mai statt des üblichen Gehalts von 500.000 chilenischen Pesos (etwa 512 Euro) ein deutlich höheres Salär überwiesen. Satte 165,8 Millionen chilenische Pesos (umgerechnet 170.000 Euro) erhielt der Angestellte, das entspricht 330 Monats- oder 27,5 Jahresgehältern, auf seinem Konto. Am nächsten Tag wies der Mann seinen Vorgesetzten noch auf das Missgeschick, das bis dahin auch in der Personalabteilung des Unternehmens unentdeckt blieb, hin. Er versprach, sich am nächsten Morgen darum zu kümmern und den Fehler auch der Bank zu melden.

Anzeige wegen Veruntreuung

Doch der Angestellte meldete sich nicht. Erst gegen 11 Uhr informierte er seinen Arbeitgeber, dass er ausgeschlafen hat und zur Bank gehen möchte. Drei Tage lang reagierte der Mitarbeiter daraufhin nicht auf Anrufe und WhatsApp-Nachrichten seines Arbeitgebers und reichte stattdessen über seinen Anwalt die Kündigung ein. Laut der chilenischen Zeitung DFMas habe man bei Cial Alimentos seitdem nichts mehr von ihm gehört.

Nun hat das Unternehmen Strafanzeige gegen den Ex-Mitarbeiter erstattet. Ihm wird vorgeworfen, Gelder - genauer gesagt 329 Monatsgehälter - veruntreut zu haben. Festgenommen wurde bislang jedoch niemand, von dem Mann fehlt jede Spur. Sein einstiger Arbeitgeber war indes nicht bereit, den chilenischen Medien eine Stellungnahme zu dem Fall abzugeben.

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