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Bachelor Andrej Mangold im Interview: "Nürnberg? Warum nicht!"

Der Profibasketballer im Gespräch über Frauen, Basketball und Business - 21.01.2019 17:09 Uhr

Im Interview verrät Bachelor Andrej Mangold, wie es mit ihm künftig weitergehen wird.

21.01.2019 © MG RTL D / Arya Shirazi


Nordbayern.de: Andrej, erzähl doch mal. Wie kam es dazu, dass du der neue Bachelor geworden bist?

Andrej Mangold: Im vergangenen Jahr war ich ja noch in Würzburg für ein paar Monate als Spieler aktiv, bin dann aber von dort weg, da es dort nicht ganz so gut lief. Und dann kam die Überlegung, wie geht es jetzt weiter? Spiele ich nochmal dieses Jahr oder mache ich erst nächste Saison wieder etwas? Ich habe mich dann parallel als Bachelor beworben und war im Sommer unter anderem mit Ralph Junge (Headcoach Nürnberg Falcons, Anm. d. Red.) unterwegs. Ich habe dann im August die Zusage bekommen, zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber schon einen Vertrag in der Slowakei unterschrieben. Ich habe für mich aber entschieden, dass die Rolle als Bachelor die bessere Option ist und ich das gerne wahrnehmen möchte, denn so eine Chance, so ein Angebot als Bachelor zu bekommen, das kriegt man nur einmal im Leben.

Hatte das möglicherweise auch finanzielle Gründe?

Andrej Mangold: Nein, die Entscheidung war nicht finanzieller Natur, sondern aufgrund der Perspektive. Ich bin jetzt 32 Jahre alt, spiele noch ein paar Jahre Basketball, kann allerdings auch keine zehn bis 15 Jahre mehr spielen und ich glaube dieses Glück, eine solche Chance als Bachelor zu bekommen, haben nicht viele Menschen. Hätte ich das abgelehnt, dann hätte ich mir im Nachhinein vielleicht Vorwürfe gemacht, ob so eine Chance jemals wiederkommt.

Die "Nacht der Rosen" ist das Highlight am Ende der Show. Was ist das für ein Gefühl, da vor all den jungen Frauen zu stehen und die Rosen zu verteilen?

Andrej Mangold: Das war für mich natürlich etwas komplett Neues. Ich denke nicht, dass man das mit irgendetwas vergleichen kann. Ich war nervös: Da stehen 20 Frauen im Abendkleid und Make-Up und alle hoffen, dass sie eine Rose bekommen und länger dabei bleiben dürfen.

Mit jeder Woche wurde es wahrscheinlich einfacher, schließlich gab es immer weniger Rosen zu verteilen…

Andrej Mangold: … (lacht) absolut. Ich konnte mir dann die Namen auch irgendwann merken, nicht wie in der ersten Nacht. Das lag aber auch daran, dass ich mehr Zeit mit den Frauen verbringen durfte und mehr Dates hatte. Hinten raus wurde der Ablauf dieser Rosen-Zeremonie immer einfacher, emotional aber natürlich schwieriger.

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Viele Menschen schmunzeln über das Format "Der Bachelor". Trotzdem wirkt es, als sei diese Rolle alles andere als einfach zu bewältigen?

Andrej Mangold: Viele schmunzeln darüber, weil sie denken, dass das alles vom Sender vorgegeben ist und nach Drehbuch agiert wird. Da kann ich nur ganz klar dagegensprechen. Es ist keine Rolle! Alles ist wirklich echt, mir wurde nichts vorgegeben. So wie ich alles entschieden habe, so ist das auch passiert. Natürlich gab es auch vom Sender mal Überraschungen für mich, wie zum Beispiel die Ankunft von Nathalia oder Sina. Aber das macht das Ganze ja nur noch spannender für den Zuschauer.

Und für dich mit Sicherheit anstrengend?

Andrej Mangold: Es ist vor allem eine mentale Herausforderung. Die Kameras sind immer dabei und du lässt dich jeden Tag auf eine oder mehrere Frauen ein. Man erlebt da so viele schöne Dinge. Ob beim Strandausritt, Helikopterflug oder auf dem Segelschiff, man möchte den Moment genießen, weiß aber gleichzeitig, dass die Zeit begrenzt ist und noch andere Frauen in der Villa warten. Da baut sich mentaler Stress auf.


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Du hast jetzt Fuß gefasst im Fernsehen, ganz Deutschland kennt dich. Kann man mit dir weiterhin im TV rechnen?

Andrej Mangold: Ob und wie das im Fernsehen weitergeht, das weiß ich noch nicht. Ich bin jemand, der sich immer neue Optionen anhört. Wenn ein Sender Interesse daran hat und ich das vereinbar und cool finde, dann kann ich mir das durchaus vorstellen. Es kann aber auch sein, dass das jetzt eine einmalige Geschichte war.

Zurzeit läuft ja auch das Dschungelcamp...

Andrej Mangold: … aktuell kann ich mir eine Teilnahme am Dschungelcamp überhaupt nicht vorstellen. Wie das in Zukunft ist, kann ich nicht sagen.

Dein Gesicht kennt inzwischen fast jede junge Frau in Deutschland, du wirst vermehrt angesprochen. Wie gehst du mit dem Hype rund um deine Person um?

Andrej Mangold: Bis jetzt ist das alles harmonisch. Das ist zwar jetzt deutlich häufiger als vorher beim Basketball, da wurde ich ja auch ab und zu angesprochen, ich gehe aber freundlich und offen damit um. Da kommen dann die ganz normalen Fragen, aber ich verrate natürlich nichts. Ich bin der gleiche freundliche Mensch, der ich davor auch war.

Du hast neben deiner Karriere als Basketballprofi auch ein Unternehmen "Das Kaugummi". Bestimmt war es eine Herausforderung, das nebenbei alles voranzutreiben?

Andrej Mangold: Nicht wirklich, weil ich vor rund einem Jahr die Firma umstrukturiert habe. Wir gehen da wirklich nach vorne. Wir haben neue Gesellschafter dabei und ich bin jetzt aus der aktiven Rolle raus. Ich entscheide noch immer und es ist weiterhin meine Firma, aber ich bin nicht mehr jeden Tag am Tagesgeschäft beteiligt, sondern habe das in andere Hände gegeben. Das ist kein Problem und schadet der Firma auch nicht.


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Verschiedene Medien berichteten nach dem Karriereende über ein geplantes Comeback im Basketball. Kannst du uns aufklären?

Andrej Mangold: Ich bin nach wie vor Profi, bin jetzt wieder in Deutschland und in exzellentem Fitnesszustand. Ich bin jetzt wieder in meinen Trainingsrhythmus und trainiere ein bis zwei Mal am Tag. Meine Agenten werden mich jetzt auch wieder im In- und Ausland anbieten. Da geht es dann um Angebot und Nachfrage. Wenn etwas Passendes dabei ist, dann möchte ich auch wieder Basketball spielen.

Viel positiver Zuspruch

Die Basketballszene in Deutschland hat sehr unterschiedlich auf dein Engagement als Bachelor reagiert. Wie hast du die Reaktionen wahrgenommen?

Andrej Mangold: Es gibt ja immer Leute, die etwas zu meckern haben, aber ich glaube, dass diese Menschen neidisch sind und einfach ihre Meinung dazu abgeben wollen. Von den Leuten, die mir wichtig sind, bekomme ich positiven Zuspruch und das ist mir am Ende des Tages am wichtigsten. Wie viele Menschen würden denn überhaupt diese einmalige Chance bekommen? Ich denke das spricht schon für mich als Person.

Haben sich auch viele ehemalige Mitspieler gemeldet?

Andrej Mangold: Auf jeden Fall. Aus der Bundesliga kamen vermehrt Nachrichten. Auch von Freunden wie Enosch (Wolf, Anm. d. Redaktion), David McCray oder Leuten, die mir näher stehen. Da kam sehr viel positiver Zuspruch, alle haben sich für mich gefreut. Auch andere Spieler, die ich aus der Nationalmannschaft kenne, Johannes Thiemann oder Niels Giffey, Alex King von Bayern München, haben mir gratuliert und gucken das auch wirklich. Das ist natürlich auch nicht normal, wenn du hörst, dass sich die Mannschaft von Alba Berlin mittwochsabends trifft, um die Show zu sehen. Das ist wirklich cool.

In Würzburg haben sie sogar extra ein Trikot herausgebracht und in Gießen haben sie es auf die Leinwand in der Halle gestreamt. Dann noch die tolle Unterstützung der Telekom Baskets Bonn und des deutschen Basketball Bundes! Ich denke, mein Dasein als Bachelor ist auch nochmal ein Push für die Bekanntheit des deutschen Basketballs und das freut mich einfach!

Und auch im Ausland ist der neue Bachelor nicht unbemerkt geblieben.

Andrej Mangold: Ich bekomme tatsächlich viele Anfragen, auch aus Amerika. Bei TVNow gibt es ja leider keine englischen Untertitel, ansonsten wären dort mit Sicherheit viele Abos bei RTL abgeschlossen worden.

"Ralph Junge ist ein sehr guter Trainer"

Sprechen wir über Nürnberg, du hast ja inzwischen auch einen gewissen Bezug zu dieser Stadt. Im letzten Sommer hast du hier beim "Fame-or-Shame"-Turnier mitgespielt. Sehen wir dich in diesem Jahr wieder?

Andrej Mangold: Ich bin ein Freund der Sommerturniere, ich mag das "Fame-or-Shame", ich mag die Organisatoren Nico Dilukila und Matthias Vilkowitsch und ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich da im Sommer wieder durch die Halle flitzen werde.

Danach warst du mit Ralph Junge und Spielern der Nürnberg Falcons in China und hast das "Jump10"-Turnier gewonnen. Falls das Telefon im Sommer klingelt und Ralph Junge anfragen würde, wäre Nürnberg eine Option für dich?

Andrej Mangold: Möglich ist alles. Ich höre mir alles gerne an, ich mag Ralph sehr gerne. Wir haben zwar nicht so viel Kontakt, aber beim Basketball bist du immer verbunden. Ich schätze ihn als Person sehr, er hat sehr viel Fachwissen und ist ein sehr guter Trainer. Die Frage ist immer, passt das für beide Seiten? Ist da sportlicher Bedarf da und auf der anderen Seite, wie sind die Rahmenbedingungen? Da müsste man einfach sehen, ob das passt. 

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