Auferstehung Dank DNA

Beitrag zum Klimaschutz: Forscher wollen Mammut-Elefanten-Mix erschaffen

16.9.2021, 17:44 Uhr
Die gezüchteten Wollhaarmammuts sollen in der Tundra Sibiriens ausgesetzt werden und zum Klimaschutz beitragen.

Die gezüchteten Wollhaarmammuts sollen in der Tundra Sibiriens ausgesetzt werden und zum Klimaschutz beitragen. © NATALIA KOLESNIKOVA, AFP

Sogenannte Wollhaarmammuts sind vor etwa 11.500 Jahren in Europa und Nordamerika ausgestorben. Jetzt sollen sie wieder zum Leben erweckt werden. Genetik-Professor George Church von der Harvard Universität hat dafür einen besonderen Plan entwickelt: Er will die DNA eines mumifizierten Mammut-Babys mit der eines Asiatischen Elefanten mischen. Im Anschluss soll der Embryo einer Elefantenkuh als Leihmutter eingesetzt werden oder künstlich gezüchtet werden. Bereits in wenigen Jahren soll es dann die ersten Wollhaarmammut-Babys geben.

Für die Finanzierung des Projekts ist bereits ein Investor gefunden. Das Biotech-Unternehmen "Colossal", wo Church Mitbegründer ist, steckt 15 Millionen Dollar (ca. 12,7 Millionen Euro) in die Forschung.

Hinter der Idee steckt auch ein Gedanke zum Klimaschutz: Die wiedererweckten Riesen sollen bei minus 40 Grad die Tundra Sibiriens bevölkern und den dortigen Permafrostboden vor dem Auftauen schützen, indem sie diesen platttrampeln. "Unser Ziel ist es, einen Elefanten zu erschaffen, der gegen Kälte geschützt ist und sich verhält wie ein Mammut - und auch so aussieht", erklärt Harvard-Professor Church dem Guardian.

Ein Forscherkollege hält diese Idee jedoch für gefährlich: Ihm zufolge seien Bäume und Moos für den Schutz des Permafrosts "von entscheidender Bedeutung". Das Entfernen der Bäume und das Zertrampeln des Mooses wäre "das Letzte, was man tun sollte".

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