11°

Mittwoch, 16.10.2019

|

zum Thema

Bier, Party, Promis: In München beginnt die Wiesn

Veranstalter streben in diesem Jahr mehr Qualität an - 20.09.2019 15:10 Uhr

"Das muss keine Rekordwiesn werden", sagte der neue Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU). Es gehe vielmehr um eine "Qualitätswiesn". © Felix Hörhager/dpa


Die Wetterprognosen sind gut, die Stimmung ist entspannt und für die Sicherheit ist alles getan: Es sieht ganz nach einem Bilderbuchstart für das Oktoberfest aus. Am Samstag heißt es in München wieder "O'zapft is". Um Punkt 12.00 Uhr wird Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier anzapfen und damit das größte Volksfest der Welt eröffnen. Gut sechs Millionen Gäste aus aller Welt werden bis zum 6. Oktober auf der Theresienwiese erwartet. Nach einige schwächeren Jahren waren im Vorjahr 6,3 Millionen Gästen gekommen.

Wunsch nach friedlichem Fest

Die Zelte seien für dieses Jahr ausreserviert, heißt es bei den Wirten. Dennoch streben weder sie noch die Festleitung neue Rekorde an. "Das muss keine Rekordwiesn werden", sagte der neue Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU). Es gehe vielmehr um eine "Qualitätswiesn". Das Wichtigste ist für Baumgärtner wie auch für Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), dass das Fest friedlich verläuft. "Ich habe ein gutes Gefühl", sagte Reiter kurz vor dem Start.

Mit Spannung wird erwartet, ob Reiter es dieses Jahr schafft, das erste Fass mit zwei Schlägen anzuzapfen. Reiter ist in dieser Disziplin unter den Münchner Oberbürgermeistern Rekordhalter: Er schaffte das schon vier Mal, erstmals bei seiner zweiten Wiesn 2015. Sein Vorgänger Christian Ude (SPD) brauchte dafür etliche Jahre.

So kommen Franken am bequemsten zur Wiesn

Zahlreiche Prominente aus Sport und Showbusiness werden sich an den 16 Festtagen in Tracht oder trachtenähnlichen Outfits den Fotografen präsentieren. Spekuliert wird in diesem Jahr auch über einen besonderen Besuch: Barack Obama spricht am 29. September beim Start-up-Festival "Bits & Pretzels" in München - da wäre es nur ein Katzensprung zur Theresienwiese. 2016 hatte er angekündigt, das Oktoberfest nach Ende seiner Amtszeit besuchen zu wollen. Im vergangenen Jahr waren überraschend schon die Clintons auf der Wiesn aufgetaucht.

Sperren für Elektro-Roller

Mit oder ohne Promis - die Stadt wird voll. Hotels sind ausgebucht, U-Bahnen zum Festgelände fahren im Sondertakt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) schaltet teils sogar die Rolltreppen am U-Bahnhof Theresienwiese schneller - sonst gäbe es unten Staus. Wenn der Bahnsteig trotzdem voll ist, fährt auch mal eine U-Bahn ohne Halt bis zur nächsten Station durch.

Bilderstrecke zum Thema

Oktoberfest 2019: Zehn Gründe für einen Besuch auf der Wiesn

Teures Bier, volle Zelte und besoffene Menschen - das sind alles Gründe, weshalb viele Leute nicht auf das Münchener Oktoberfest gehen. Warum Sie trotzdem in die bayerische Landeshauptstadt fahren sollten? Wir haben zehn Argumente gesammelt, die für einen Besuch auf dem größten Volksfest der Welt sprechen.


Wer glaubt, mit dem E-Tretroller besser voranzukommen, irrt. Für die Elektro-Scooter gelten dieselben weiträumigen Straßensperrungen rund ums Festgelände wie für Autos - und in den Abendstunden können sie in einem noch weiteren Umfeld nicht ausgeliehen und teils auch nicht abgestellt werden. "Leider wird viel zu oft betrunken gefahren", warnte Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD). Schnell ist dann der Führerschein weg - denn es gelten dieselben Promillegrenzen wie fürs Auto. Die Polizei ist während der Wiesn besonders engmaschig zu Alkoholkontrollen unterwegs.

Rund ums Festgelände werden 600 Polizisten im Einsatz sein. Hinzu kommen Hunderte Ordner privater Dienste. Erneut gelte ein Verbot für größere Taschen und Rucksäcke. Über dem Festgelände herrscht ein Überflugverbot. Die Polizei betont: Es gilt auch für Drohnen.

Bilderstrecke zum Thema

Bier, Müll, Klos: Das Oktoberfest in (beeindruckenden) Zahlen

Wenn ganz München nur noch in Trachten unterwegs ist, weiß man: O'zapft is! Auch wenn das Oktoberfest vor allem Ansässige und Behörden immer jede Menge Aufwand und Nerven kostet, trifft sich hier die Welt, um Gerstensaft und Lebenslust zu feiern. Millionen Besucher, Millionen Maß Bier, Millionen Kilowattstunden und Millionen-Umsätze: Das größte Volksfest der Welt ist ein einziger Superlativ.


dpa

4

4 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama