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Bizarre Verschwörungstheorie: Was Corona (angeblich) mit 5G zu tun hat

Im Netz kursieren die verrücktesten Geschichten im Zusammenhang mit der Pandemie - 23.04.2020 06:49 Uhr

Die ausgebrannte Technik einer Mobilfunk-Anlage in Huddersfield, Großbritannien.

© OLI SCARFF, AFP


Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überbieten sich die Freunde der gepflegten Verschwörungen regelrecht mit ihren Theorien. Dass das Virus angeblich aus einem Labor in Wuhan entkommen ist oder absichtlich freigesetzt wurde, um die Menschheit auszudünnen, ist da fast schon uspektakulär. Wesentlich bizarrer ist dagegen eine Verknüpfung von Corona und dem neuen Mobilfunkstandard 5G, die seit einigen Wochen die Runde macht.

In gewissen Kreisen wird 5G bereits seit einer Weile für zahlreiche mysteriöse Ereignisse verantwortlich gemacht. Zuletzt meldeten sich auf unseren Facebook-Seiten diverse Nutzer zu Wort, die den neuen Mobilfunkstandard sogar für den Tod zahlreicher Blaumeisen in der Region verantwortlich machten. Belastbare Belege für die Behauptungen gibt es jedoch nicht.

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Im Januar kam schließlich das Gerücht auf, bei Wuhan - dem Ort in China, an dem nach bisherigen Erkenntnissen das Virus zum ersten Mal auf einen Menschen übergesprungen ist - sei kurz vor dem Ausbruch von Corona 5G eingeführt worden, was die Verbreitung des Virus beschleunigt habe. Parallel kursieren diverse Videos im Netz, in denen - teils in seriöser, wissenschaftlicher Aufmachung - ein genereller Zusammenhang zwischen 5G und der Verbreitung des Coronavirus postuliert wird. So wird teilweise behauptet, 5G würde das menschliche Immunsystem schwächen und dadurch die Ausbreitung des Virus erleichtern, in anderen Fällen ist gar die Rede davon, dass das Virus selbst durch den neuen Mobilfunk übertragen wird.

Keine dieser Behauptungen ist wissenschaftlich haltbar, stattdessen wurden sie bereits nachprüfbar widerlegt. Darüber hinaus breitet sich Corona selbst in Ländern aus, in denen 5G noch gar nicht existiert. Und dennoch häufen sich neben Großbritannien auch in den Niederlanden, Irland oder Zypern die Fälle, in denen Mobilfunkmasten angezündet und dadurch zerstört werden. Dass es sich dabei um Zufall handelt, halten die örtlichen Behörden für unwahrscheinlich: Sie gehen davon aus, dass die Vorkommnisse mit den kursierenden Verschwörungstheorien zusammenhängen.

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Das hat mittlerweile ganz konkrete Folgen für die Menschen in den betroffenen Regionen: Die Anwohner hatten teilweise stundenlang keinen Empfang und waren so selbst in Notfällen abgeschnitten. Und abgesehen davon, dass zahlreiche der in Großbritannien zerstörten Masten noch gar nicht auf 5G umgerüstet waren, zeigte sich dort, welch gefährliche Folgen Verschwörungstheorien haben können: In Birmingham zündeten die Brandstifter ausgerechnet einen Mast an, der ein örtliches Notfall-Krankenhaus mit Netz versorgte.

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