Strengere Partyregelungen?

Corona-Inzidenz auf Mallorca bei über 350: Das müssen Urlauber jetzt wissen

21.7.2021, 17:56 Uhr
Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der beliebten Baleareninsel Mallorca steigt und steigt. Viele Reiseveranstalter befürchten weitere Einschränkungen. 

Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der beliebten Baleareninsel Mallorca steigt und steigt. Viele Reiseveranstalter befürchten weitere Einschränkungen.  © Chris Emil Janssen via www.imago-images.de

Die Corona-Zahlen auf Mallorca als liebster Ferieninsel der Deutschen sind weiter angestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg nach aktuellen Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch auf über 358 Fälle pro 100.000 Einwohner an. Am Dienstag lag die Inzidenz noch bei 348.

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen wird die Nachverfolgung enger Kontakte von Infizierten auf Mallorca einem Medienbericht zufolge zunehmend schwieriger, schrieb die Zeitung Diario de Mallorca am Dienstag. Für die Nachverfolgung so vieler Kontakte und die Kontrolle, ob sich die Menschen auch an die Vorgaben hielten, hätten die Behörden nicht ausreichend Personal, hieß es.


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Da die Corona-Zahlen vor allem durch die vielen Infektionen junger, meist noch ungeimpfter Menschen stark angestiegen sind, will die Regionalregierung der Balearen, zu denen neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, das Nachtleben ab dem Wochenende stark einschränken. Vor allem die sogenannten Botellones, Partys im Freien mit viel Alkohol, sollen verhindert werden, indem Strände und Parks zwischen 1 und 6 Uhr geschlossen werden und in der Zeit auch nur Treffen von Menschen aus demselben Haushalt erlaubt sein sollen.

Allerdings muss die Justiz noch grünes Licht geben, was nicht als sicher gilt. In Navarra, wo die Sieben-Tage-Inzidenz bei fast 537 lag, lehnte das Oberste Landesgericht am Dienstag einen Antrag der Regionalregierung ab, eine nächtliche Ausgehsperre zu verhängen. In Katalonien und Valencia hatte die Justiz das jedoch zuvor erlaubt.

Was eine Einstufung als Hochinzidenzgebiet bedeuten würde

Viele Reiseveranstalter befürchten indes, dass das Auswärtige Amt Mallorca zusammen mit dem RKI schon am Wochenende als Hochinzidenzgebiet einstufen wird. Theoretisch ist das bereits ab einer Inzidenz-Marke von 200 möglich, die die Insel längst erreicht hat. Sollte dies der Fall sein, kommt auf Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder von Corona genesen sind, eine Quarantäne von zehn Tagen zu. Nach fünf Tagen ist ein Freitesten möglich.

Sie können Ihre Pauschalreise kostenfrei absagen, wenn ein "unvermeidbarer, außergewöhnlicher Umstand" vorliegt. Eine amtliche Reisewarnung oder eine Einreisebeschränkung für das jeweilige Land oder die jeweilige Region ist so ein Fall. Bei individuell gebuchten Reisen müssen Gäste auf die Kulanz der Anbieter hoffen.


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Aktuell wird Mallorca sowie ganz Spanien noch als Corona-Risikogebiet geführt. Als Risikogebiete werden Länder und Regionen eingestuft, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz über 50 liegt. Für Urlauber bleibt diese Einstufung folgenlos. Flugreisende müssen sich ohnehin vor Abflug testen lassen. Eine Quarantänepflicht bei der Rückkehr nach Deutschland gibt es nicht.