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Datenschützer warnen vor gehypter Foto-App FaceApp

Datenschützer monierte "schwammige Nutzungsbedingungen" - 18.07.2019 19:49 Uhr

Die von Russland aus betriebene App könnte wegen ihres Umgangs mit persönlichen Daten ein nationales Sicherheitsrisiko sowie eine Gefahr für Millionen US-Bürger darstellen, schrieb US-Fraktionschef Schumer in einem auf Twitter veröffentlichten Brief. © Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpa


Digitaler Spaß oder Sicherheitsrisiko? Die Smartphone-App FaceApp hat aktuell Hochkonjunktur. Millionen Menschen teilen in Sozialen Medien mit Hilfe der App um Jahrzehnte gealterte Bilder von sich. Auch bekannte Stars wie der kanadische Rapper Drake oder der US-Komiker Kevin Hart befeuern mit gealterten Konterfeis den Hype. Unterdessen gibt es jedoch vermehrt Sicherheitsbedenken. Nun warnt auch der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber vor der Nutzung.

Es gebe die Besorgnis, "dass wichtige persönliche Daten in die falschen Hände geraten könnten", sagte Kelber (SPD) am Donnerstag in der Radiosendung "SWR Aktuell". Der Datenschützer monierte unter anderem "schwammige Nutzungsbedingungen". Besorgniserregend sei auch, dass nur wenig darüber bekannt sei, wer hinter FaceApp stecke.

Die Anwendung bearbeitet mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Bilder von Nutzern und zeigt mit einem Filter auch, wie diese als alte Menschen aussehen könnten. Die App der in Sankt Petersburg ansässigen Wireless Lab gibt es bereits seit 2017 für Android und Apples iOS. Mit ihr lässt sich auch die Hautfarbe oder das Geschlecht eines Gesichts verändern. Nun entwickelt sie sich mit dem neuen Filter allerdings wieder zum Hit in den App Stores. Auf Twitter und Facebook befeuern spezielle "Herausforderungen" (#FaceAppChallenge) den Hype.

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Viel Sport, gesunde Ernährung, kaum Alkohol und schon gar keine Zigaretten: Die Spieler des 1. FC Nürnberg müssten doch eigentlich extrem gut altern, oder? So könnten Hanno Behrens, Christian Mathenia und Co. in etwa 50 Jahren aussehen. Und wer weiß, vielleicht lautet die Überschrift 2069 ja: "Die Aufstiegshelden der Saison 2019/2020 treffen sich zum großen Wiedersehen."


Uneingeschränkter Zugriff

Es sei nicht bekannt, welche weiteren Daten bei der Nutzung erhoben werden, sagte Kelber. Außerdem könne es sein, dass persönliche Daten an Dritte weitergegeben würden. "Hier übergeben Sie also ein Foto von sich oder anderen, das biometrisch auswertbar ist, Ihnen also zugeordnet werden kann, an eine dritte, nicht bekannte Person." Von den Anbietern fordert Kelber, sich an die grundlegendsten Dinge zu halten, etwa einen klaren Ansprechpartner zu benennen.

Hierzulande haben bereits auch viele Promis die Medienwirksamkeit ihrer durch die App gealterten Gesichter erkannt und reihen sich in den Begeisterungsstrudel ein. Rechtlich pikant könnte allerdings auch sein, dass einige Medien ihrerseits Fotos von Prominenten wie Heidi Klum, Dieter Bohlen und Torsten Frings um etliche Jahre gealtert veröffentlichen.

Erkennen Sie die gealterten Promis?

© Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpa

Die Smartphone-Anwendung FaceApp erlebt gerade einen weltweiten Hype. Innerhalb von Sekunden lässt sie Gesichter um Jahrzehnte altern. Testen Sie jetzt Ihr Promiwissen! Wer versteckt sich hinter der faltigen Fassade?

© Sportfoto Zink Fürth

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Frage 1/12:

Diesen Sportler erkennen bestimmt alle Nürnberger, oder?

Der Mittelfeldspieler Hanno Behrens ist der Kapitän des 1. FC Nürnberg.

© Helmut Ölschlegl

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Frage 2/12:

Wer ist wohl dieser sympathische Herr?

Das ist der britische und sehr erfolgreiche Sänger Ed Sheeran.

© Richard Pohle/PA Wire/dpa

© Richard Pohle/PA Wire/dpa

Frage 3/12:

Wer kann erraten, um welche Adelsdame es sich hier handelt?

Es ist Catherine, die Duchess of Cambridge. Besser bekannt ist sie als Herzogin Kate. Sie ist die Frau von Prince William und gehört somit zum britischen Königshaus.

© Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink

© Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink

Frage 4/12:

Hier handelt es sich um ein echtes Schwergewicht - erkennen Sie den Nürnberger Politiker?

Hier handelt es sich um den Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD).

© Peter Romir

© Peter Romir

Frage 5/12:

Wir bleiben in Nürnberg. Wer könnte dieser Komiker sein?

Es ist der fränkische Comedian, der sich Bembers nennt. Er wurde durch seine Internet-Videos bekannt.

© Jimmy Morrison/EPA/dpa

© Jimmy Morrison/EPA/dpa

Frage 6/12:

Erkennen Sie diesen Weltstar?

Die Dame ist die amerikanische Sängerin Beyoncé. Die R&B- und Pop-Sängerin zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen weltweit.

© Peter Kneffel/dpa

© Peter Kneffel/dpa

Frage 7/12:

Der bayerische Politiker stammt aus Nürnberg. Erkennen Sie ihn?

Markus Söder lacht uns hier entgegen. Er ist der bayerische Ministerpräsident (CSU).

© Sportfoto Zink Fürth

© Sportfoto Zink Fürth

Frage 8/12:

Noch ein Fußballer - wissen Sie, wen wir hier zeigen?

Der Rechtsverteidiger Enrico Valentini spielt für den 1. FC Nürnberg.

© Bernd Wüstneck/dpa

© Bernd Wüstneck/dpa

Frage 9/12:

Wer ist wohl diese blonde Schlagersängerin?

Innerhalb Deutschlands zählt Helene Fischer zu den erfolgreichsten Sängerinnen.

© Everett Kennedy Brown/EPA/dpa

© Everett Kennedy Brown/EPA/dpa

Frage 10/12:

Dieser US-Schauspieler ist wirklich bekannt. Erkennen Sie ihn?

Es handelt sich um Leonardo DiCaprio. Weltweite Bekanntheit erlangte er durch seine Rolle in dem Film "Titanic".

© Etienne Laurent/EPA/dpa

© Etienne Laurent/EPA/dpa

Frage 11/12:

Um welchen (eigentlich) jungen US-Star handelt es sich hier?

Die 26-jährige Selena Gomez ist eine amerikanische Sängerin und Schauspielerin.

© Carsten Koall/dpa

© Carsten Koall/dpa

Frage 12/12:

Wissen Sie, wer diese deutsche Sängerin ist?

Lena Meyer-Landrut gewann 2010 mit dem Lied "Satellite" den Eurovision Song Contest. Seither ist sie in ganz Deutschland bekannt.

© Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpa

Doch Bedenken, was mit den hochgeladenen Daten geschieht, mehren sich. So forderte der Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, sogar die Bundespolizei FBI zu einer Untersuchung der populären App auf. Die von Russland aus betriebene App könne wegen ihres Umgangs mit persönlichen Daten ein nationales Sicherheitsrisiko sowie eine Gefahr für Millionen US-Bürger darstellen, schrieb er in einem am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter veröffentlichten Brief.

Für die Bearbeitung werden die Bilddateien auf Server hochgeladen und dort berechnet. Die Nutzer müssten dem russischen Unternehmen uneingeschränkten Zugriff auf ihre persönlichen Fotos und Daten gewähren, stellt Schumer in seinem Schreiben heraus. Dies könne aber dazu führen, dass die Bilder künftig öffentlich und privat ohne die Zustimmung der Nutzer benutzt würden.

"Zutiefst beunruhigend"

"Es wäre zutiefst beunruhigend, wenn die sensiblen persönlichen Informationen von US-Bürgern einer feindlichen ausländischen Macht zur Verfügung gestellt würden, die aktiv an Cyber-Angriffen gegen die Vereinigten Staaten beteiligt ist", schrieb Schumer weiter. Das FBI müsse deshalb untersuchen, ob Daten von US-Bürgern in die Hände der russischen Regierung oder ihr nahe stehenden Stellen gelangten.

Der russische App-Anbieter betont dagegen, dass jeweils nur die von Nutzern ausgewählten Fotos hochgeladen würden. Wie das Magazin "Forbes" berichtet, landen die Fotos auch nicht auf Servern in Russland, sondern auf Servern von Amazon und Google in den USA. Dass die Daten dennoch in Russland ausgewertet werden könnten, sei damit jedoch nicht ausgeschlossen.

Auch sei es unklar, wie viel Zugriff FaceApp-Mitarbeiter auf die hochgeladenen Bilder hätten, schreibt "Forbes". FaceApp-Gründer Jaroslaw Gontscharow betonte dem Magazin gegenüber, dass die meisten Bilder innerhalb von 48 Stunden nach dem Upload von den Servern wieder gelöscht würden. Nutzer könnten das automatische Löschen auch in den Einstellungen wählen. Gontscharow betonte zudem, dass sein Unternehmen Nutzerdaten weder verkaufe noch an dritte weitergebe.

 

dpa

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