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Die letzte Ruhestätte - Franke baut nachhaltige Särge für Tiere

Seine Tochter brachte ihn auf die Idee - 21.01.2021 07:48 Uhr

Arno Ludwig (rechts) und Christian Wittmann (links) bauen nachhaltige Särge für Haustiere.

21.01.2021 © Nicolas Armer, dpa


Arno Ludwig kommt aus Gemünden am Main und ist eigentlich Grafiker. Wie er weiß, gehöre der Tod einfach zum Leben, auch bei Haustieren: "Man kann es nur traurig gestalten oder versuchen, sich schön zu verabschieden." Dabei hat er vor allem Kinder im Blick: "Sie kommen oft zum ersten Mal mit dem Thema Tod in Berührung."

Totes Tier im Schuhkarton

Auf die Idee zu den nachhaltigen Tiersärgen brachte ihn seine Tochter. Mit ihr habe der Grafiker schon 16 Tiere beerdigen müssen. „Ich habe gemerkt, wie ihr das gut tut. Zwei, drei Tage ist sie noch zum Grab und hat Blümchen abgelegt. Aber dann war es auch gut.“

Als Sarg habe immer ein leerer Schuhkarton herhalten müssen. Irgendwann hat er seinem Bekannten Christian Wittmann erzählt, dass er eine besser Idee hat: Särge in Tierform. Gemeinsam zogen sie die Produktion und Anfang Januar auch den Online-Versand von „tutapets“ auf.

Biologisch abbaubar

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„Im Prinzip ist es jetzt wie ein Eierkarton, einfach gepresstes Papier ohne Leim oder irgendwelche schädlichen Stoffe.“ Doch der Sarg soll nicht so braun wie Pappe bleiben, er lässt sich bemalen und bekleben. So verwandelt sich der Sarg beispielsweise in eine braungrau gestreifte Katze, die sich auf einer blühenden Wiese unter Sternenhimmel eingekuschelt hat. Auf der Wiese ist noch eine Einkerbung für ein Teelicht.

Rund ein Drittel der Besitzer vergraben ihr Haustier im eigenen Garten, schätzt Martin Struck vom Bundesverband der Tierbestatter. Ein weiteres Drittel bringe das Tier in eine Tierkörperbeseitigungsanlage. Andere lassen es in einem Krematorium einäschern oder auf einem Tierfriedhof begraben.


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Der Tod gehöre einfach dazu - auch bei Haustieren, findet Ludwig. "Man kann es nur traurig gestalten oder versuchen, sich schön zu verabschieden."


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dpa

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