Große Änderung schon 2023

EC-Karte steht vor dem Aus: Darauf müssen sich Kunden schon bald einstellen

Tobi Lang
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Redakteur

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3.10.2022, 13:33 Uhr
Maestro kündigt an, seinen Girocard-Service drastisch einzuschränken. Ist das Aus damit eingeläutet? 

© Fabian Sommer, dpa Maestro kündigt an, seinen Girocard-Service drastisch einzuschränken. Ist das Aus damit eingeläutet? 

Durchziehen, aufhalten, fertig. Die EC-Karte ist praktisch, daran besteht kein Zweifel. Längst haben in vielen Ländern der Welt aber neue Ideen wie die Kreditkarte oder aber Handyzahlsysteme wie Apple Pay oder Google Pay übernommen. Die gute alte Girokarte stirbt aus - und das hat Konsequenzen.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, soll die klassische EC-Karte bis zum 1. Juli 2023 verschwinden. Zumdest etwas. Dann schafft Mastercard - der wahrscheinlich beliebteste Anbieter - seine sogenannte Maestro-Funktion im Ausland ab. Dort wird die gängige EC-Karte also schon im kommenden Jahr nicht mehr funktionieren. Ein harter Schlag für das System, das ohnehin auf der Kippe steht.

Gnadenfrist für die EC-Karte - oder das baldige Aus?

Mastercard begründet das mit dem Konsumverhalten. Über Maestro, berichtet die FAZ mit Verweis auf das Unternehmen, lasse sich nur schwer in Onlineshops bezahlen. Die Karten mit dem roten Punkt seien deshalb aus der Zeit gefallen. "Rund die Hälfte aller Maestro-Transaktionen entfallen auf Deutschland", erklärt Jürgen Moormann von der Frankfurt School of Finance and Management dem Blatt gegenüber. Weltweit sei das Zahlmittel vernachlässigbar. "Für Mastercard ist es mühsam und teuer, dieses alte System weiterzuführen."

Ist damit das endgültige Aus der EC-Karte beschlossen? Noch nicht so ganz - Experten fürchten aber genau das. Auch der große Maestro-Konkurrent Visa, der mit VPay ein ähnliches System im Angebot hat, denkt der FAZ zufolge über eine Einstellung nach. Bestätigt ist das aber noch nicht. Bis dahin hat die Girocard zumindest in Deutschland also noch eine Gnadenfrist.

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