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Essener Weihnachtsmarkt: Beton-Tannen als Terrorschutz

Zehn weihnachtliche Lkw-Sperren sollen helfen - 14.11.2019 09:20 Uhr

Tannen statt Klötze - damit möchte die Stadt Essen künftig den Weihnachtsmarkt absichern. © Roland Weihrauch, dpa


Das Stadtmarketing lässt die Beton-Tannen am Eingang zum Weihnachtsmarkt aufstellen, den man direkt vom Hauptbahnhof erreicht. "Das ist für viele das Tor zum Weihnachtsmarkt. Wir wollten das etwas ansprechender gestalten als mit einfachen Betonklötzen", sagte eine Sprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Bild-Zeitung hatte zuvor über die Sperren berichtet. Das Stadtmarketing hat die Beton-Tannen bei einer saarländischen Firma gemietet.

Der Hersteller der Tannen, Jürgen Beck, hat sich mit seiner Firma auf Terrorbarrieren spezialisiert. Er liefert dieses Jahr nach eigenen Angaben rund 300 Betonblöcke für Weihnachtsmärkte aus. Die Idee zu dem Geschäft kam Beck - der sonst unter anderem einen Imbiss auf Volksfesten betreibt - nachdem seine beiden Töchter als Verkäuferinnen an einem Stand auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche den Anschlag 2016 miterlebt hatten.

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Beck sagte: "Essen ist der erste Weihnachtsmarkt, den wir mit den Beton-Tannen bestücken. Wir haben aber noch ein paar auf Lager." Die Tannen habe er - ebenso wie einen Schneemann aus Beton - beim Patentamt angemeldet.

Für Nürnberg sind solche Maßnahmen derzeit jedoch kein Thema. Im Sicherheitskonzept, das die Stadt und die Polizei zusammen ausgearbeitet haben und immer wieder anpassen, sind laut Polizeisprecherin Elke Schönwald unter anderem wieder echte Bäume in Steintrögen als mobile technische Sperren vorgesehen. Darüber hinaus werden Polizeifahrzeuge an markanten Punkten abgestellt. Rund um den Christkindlesmarkt sollen verstärkt Kontrollen stattfinden. Die Polizei wird ihre Präsenz sowohl sichtbar als auch mit zivilen Einsatzkräften deutlich erhöhen.

dpa/jhl

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