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Foodwatch fordert Klarheit für Verbraucher nach Keimen in Wurst

Zwei Menschen nach Infektion mit Listerien ums Leben gekommen - 05.10.2019 15:29 Uhr

Laut Behörden gibt es mittlerweile 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma Wilke in Zusammenhang stehen.

© Uli Deck, NN


Das Krisenmanagement des Landkreises und des Regierungspräsidiums als zuständige Stellen sei katastrophal, sagte ein Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Verantwortlichen seien völlig überfordert mit der Situation. Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) müsse den Fall an sich ziehen.

Laut Behörden gibt es mittlerweile 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Twistetal-Berndorf im Zusammenhang stehen. In Südhessen hatte es zwei Todesfälle bei älteren Personen gegeben, die das Robert-Koch-Institut (RKI) untersuchte. Die Produktion wurde gestoppt und der Rückruf aller Produkte weltweit angeordnet. Das Unternehmen hat die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt.

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Nach Angaben des Landkreises Waldeck-Frankenberg hat die Firma Wilke mittlerweile der Schnellwarnstelle beim Regierungspräsidium Darmstadt eine Liste der belieferten Betriebe zur Verfügung gestellt. Die Schnellwarnstelle habe diese europaweit an alle Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden verteilt, heißt es auf der Website des Landkreises. Weitere Details zu der Liste gab es nicht.

Listerien sind in der Natur häufig vorkommende Bakterien. Nur sehr wenige Menschen, die Listerien aufnehmen, erkranken an der so genannten Listeriose. Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektionskrankheit meist unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen. Gefährlich ist die Infektion für abwehrgeschwächte Personen: Neugeborene, alte Menschen, Patienten mit chronischen Erkrankungen, Transplantierte und Schwangere. Bei ihnen und bei Ungeborenen kann Listeriose zum Tod führen.

dpa

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