Dienstag, 13.04.2021

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Greenpeace fordert Totalverbot von Fleischwerbung

Ein Rechtsgutachten schafft Klarheit über die Auswirkungen - 18.02.2021 17:45 Uhr

Insbesondere der Lebensmitteleinzelhandel bewerbe meist konventionelles Fleisch ohne weitere Informationsangebote. So werde verschleiert, dass über 95 Prozent der hiesigen Fleischproduktion aus tierschutzwidriger Tierhaltung stammt, Gewässer und Luft verschmutzt und einen hohen Einsatz von Antibiotika zur Folge hat. "Diese Werbung zielt lediglich darauf ab, immer mehr Fleisch zu verkaufen. Ein Werbeverbot kann helfen, den Fleischkonsum zu verringern und so die Klimakrise nicht weiter anzuheizen, Arten zu schützen und Zivilisationskrankheiten zu reduzieren", sagt Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace.

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Sieben Dinge, die man über den Fleischkonsum in Deutschland wissen sollte

Wer kennt das nicht? Morgens ein Brot mit zwei Scheiben vom Geflügel belegen, mittags einen Teller Currywurst mit Pommes verzehren oder abends gemütlich mit Freunden und Familie grillen. Fakt ist: Der Deutsche isst im Durchschnitt mehr als ein Kilogramm Fleisch pro Woche. Wie gesund das ist? Hier finden Sie sieben Fakten über den Fleischkonsum in Deutschland.


Um sinkenden Preisen bei Fleischprodukten entgegenzuwirken, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) im Sommer 2020 angekündigt, Fleischwerbung über den Preis zu verbieten. Das reiche laut Greenpeace allerdings nicht aus: "Wer Klima, Tiere und unsere Gesundheit vor den fatalen Folgen der Fleischwirtschaft schützen will, darf überhaupt keine Werbung mehr für Fleisch zulassen", so Töwe.

In dem Rechtsgutachten heißt es, "dass ein Verbot von Preiswerbung wahrscheinlich zu mehr irreführender Werbung hinsichtlich der Haltungsbedingungen führen würde".

vne

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