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Höhle der Löwen: Im Staffelfinale gibt's Fischhaut-Täschchen

Luxusprodukt kostet rund 2000 Euro - Judith Williams ist verzückt - 20.11.2018 23:05 Uhr

Caroline Hirt aus der Schweiz hat Luxus-Handtaschen aus Fischhaut im Gepäck. © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer


Lina und Hinrich aus Hamburg wollen Fleischkonsum wieder zu etwas Besonderem machen. Mit "Ein Stück Land" vermarkten sie ein Rind, bevor das Tier zum Schlachter wandert. So wollen Sie die Überproduktion stoppen und möglichst viele Teile des Viehs verwerten. Kunden können sich ein Fleischpaket online buchen. Das hat allerdings seinen Preis: 185 Euro kosten Hack, Würste und Co. in Premiumqualität. "Sie haben eine ganz idealistische Art", lobt Carsten Maschmeyer das Pärchen. Allerdings ist den Löwen die Firmenbewertung von zwei Millionen Euro zu hoch. Georg Kofler unterbreitet als Einziger ein Angebot: 200.000 Euro für 35 Prozent. Lina und Hinrich ist das allerdings zu gewagt, sie schlagen den Deal aus.


Dagmar Wöhrl im Interview: "Ich scheue keinen Kampf mit meinen Mitlöwen"


Für das nächste Produkt verdunkelt sich die Höhle geheimnisvoll. Julian und Tahnee aus Düsseldorf schreiten in den Raum und präsentieren ihre "Lifestyle-Brand" für Sicherheitsprodukte namens "Safaya". Dahinter verbirgt sich ein Tierabwehrspray, das allerdings eher für Menschen gedacht ist. Genauer gesagt: Für Frauen zum Schutz vor Angreifern. Das glitzernde Accessoire - besetzt mit Strasssteinchen - muss nur für Tiere deklariert sein, damit es nicht als Waffe gilt. Gleich drei Löwen wollen in den frei verkäuflichen Helferling investieren. Ein wildes Bieten um den Deal beginnt. "Voll die opportunity", stellt Erfinderin Tahnee ganz aufgeregt fest. Am Ende gewinnt Ralf Dümmel den Wettstreit und sichert sich den Deal. Dagmar Wöhrl meckert noch mehrmals: "Das ist ein Premium-Produkt, das gehört nicht in den Discounter." Da ist es allerdings schon zu spät.

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Wärmflaschen, Fische und Fleisch: Folge zwölf in "Die Höhle der Löwen"

Die zwölfte Folge der Gründer-Show, die gleichzeitig das Staffelfinale war, präsentierte pure Innovation: Neben selbstregulierenden Wärmflaschen und einem Onlineshop zur vollständigen Verwendung von Tierfleisch werden auch neue Fitnessgürtel, ein Mini-Tierabwehrspray und zwei weitere Start-Ups präsentiert. Sind die Investoren bereit für einen Deal? Die Ideen der Erfinder gibt es in unserer Bildergalerie zu sehen.


"Stay real, be true", läutet die Schweizerin Caroline ihren Pitch ein. Mit ihrer Marke "Realtrue" schafft sie Luxustäschchen aus Fischhaut vom Amazonas. "Die Brand ist komplett nachhaltig", versichert die 47-jährige Powerfrau. Judith Williams ist hin und weg: "Man kann ja nicht genug Handtaschen haben", jubelt die Löwin und stöckelt mit dem ersten Täschchen los. Ihre männlichen Kollegen sind derweil mehr als erstaunt über den Preis. Das nette Mode-Accessoire kostet nämlich schlappe 2000 Euro. "Schnäppchen", findet Judith Williams und kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Warum sie trotzdem nicht investiert? Der Handtaschenmarkt ist mit Louis Vuitton und Co. hart umkämpft. Außerdem ist "das Business nur vom Fisch abhängig". Zu viele Mitbewerber, zu unsicher. Deshalb gibt es keinen Deal für die pfiffige Schweizerin.

Männer Make-up auf dem Vormarsch

Mit Schminke für Männer wartet im nächsten Pitch Frank aus Köln auf. Sein "Man Upgrader" soll dem starken Geschlecht "die Frische ins Gesicht zaubern." Kein Make-up, sondern eine getönte Creme, versichert der Style-Experte. Das Produkt enthält sogar Hopfen, kann also nur gut für Männer sein. Höchstes Lob gibt es sogar vom großen Höhle-der-Löwen-Kritiker: Frank Thelen hält "das tolle und hochwertige Produkt gern in den Händen." Carsten Maschmeyer sieht es ein bisschen anders: "Ich hasse Cremes", regt er sich auf. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Georg Kofler sichert sich das Angebot.

Wundergürtel zum Joggen

Weiter geht es mit Fitness. Michael und Diana geben mit "Tonefit" Gas. Ein Gürtel, der beim Joggen auch noch den Oberkörper trainieren soll. Judith Williams zieht die High Heels aus und joggt barfuß los. Auch Ralf Thelen testet den Wundergürtel, das Produkt "spricht ihn aber nicht an." Dagmar Wöhrl "fehlt die Begeisterung." Bleibt nur noch Ralf Dümmel als Investor, der in "Tonefit" großzügig 200.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile steckt.

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Dagmar Wöhrl: Ihr Weg von der Misswahl ins Parlament

Immer wieder steht die Nürnberger Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl in den Schlagzeilen, ob durch ihre Wahl zur Miss Germany in den 70er Jahren oder ihre Urlaubsreise trotz Krankmeldung im Mai 2013. Jetzt übernimmt sie eine neue Aufgabe im Privatfernsehen.


Zu guter Letzt erobert "Troy" die Höhle der Löwen. Die Wärmflasche sei besser als jedes bisherige Produkt, versichern die Erfinder Benjamin und Volker aus München. Sie soll länger warm halten und nicht zu Verbrennungen führen. Die Löwen sind sofort überzeugt. Abermals zieht ein Bieterstreit auf. Ralf Dümmel, Georg Kofler und Dagmar Wöhrl wollen unbedingt in "Troy" investieren. Letztere buhlt vor allem mit ihren Beziehungen zu dem Hersbrucker Haushaltsartikel-Unternehmen "Fackelmann" um die Gunst der Gründer. Das zieht offenbar: Die Nürnbergerin bekommt den Zuschlag. Sie investiert 200.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile.

Investment-Gau in Staffel fünf

Insgesamt haben die Löwen in dieser Staffel so viel investiert wie noch nie. Das berichtet die Gala. Über zehn Millionen Euro gingen an eine Reihe von Start-Ups. Mit 19 abgeschlossenen Deals führt Ralf Dümmel das Investoren-Ranking an. Dagmar Wöhrl landet auf Platz drei mit insgesamt neun Investments. Allerdings platzte auch ein Deal der Nürnbergerin. Wie der Stern berichtet, war sich die Löwin mit Katharina Baumann von "Design Bubbles" - Wir erinnern uns: Eine Kerze für 79 Euro - nach der Ausstrahlung der Sendung nicht ganz einig. 

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