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"Höhle der Löwen": Veganes Hundefutter auf dem Vormarsch

Drei Münchnerinnen wollen die Ernährung unserer Vierbeiner umkrempeln - 06.11.2018 23:12 Uhr

Investorin Judith Williams nimmt Rüde Nelson samt seinem veganen Futter genau unter die Lupe. © MG RTL D/Bernd-Michael Maurer


Bei Alex Bächler aus der Schweiz dreht sich alles um Müll. Genauer gesagt um volle Abfallsäcke. Die sollen dank "prezit" aber bald der Vergangenheit angehören. Denn der besondere Aufbewahrungsständer presst Plastik und Co. klitzeklein zusammen. Das soll Platz und Müllsäcke sparen. Voller Tatendrang stöckelt Judith Williams mit ihren High Heels los, um selbst auf den "prezit" zu klettern und ordentlich zu pressen. Klappt alles wunderbar, allerdings soll der besondere Abfalleimer 149 Euro kosten - ganz schön viel, für das bisschen Müll. Frank Thelen meckert sofort los: "Das erscheint mir ein echter Rohrkrepierer zu sein." Ralf Dümmel ist dagegen vollends begeistert. Der Deal ist sogleich in trockenen Tüchern, auch wenn die anderen Löwen wenig angetan sind.

Die Begeisterung hält sich auch beim nächsten Produkt in Grenzen: Obwohl die beiden selbsternannten Augsburger "Neudenker" Aaron Armah und Jakob Hemmers den Regenwald in Ghana retten wollen. Das soll mit der Bio-Grillkohle "Nero" geschehen - hergestellt mit Holz aus heimischen Wäldern. Dagmar Wöhrl nimmt den beiden ihre Liebe zur Natur allerdings nicht ab. "Wenn ich umweltbewusst sein will, dann grill ich nicht mit Kohle", argumentiert die Nürnbergerin aufgebracht. Die Jungs zaubern flugs eine ganze Reihe anderer Produkte aus ihrem Sortiment hervor, um die Gemüter zu beruhigen: Gewürze und Saucen werden serviert, selbstverständlich alle ohne Konservierungsgedöns. Überzeugen kann das die Löwen letztendlich aber auch nicht.

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Bio-Grillkohle und veganes Futter: Die zehnte Folge der Höhle der Löwen

In der zehnten Folge von die Höhle der Löwen überbietet ein Deal den nächsten. Drei Münchnerinnen wollen die Welt des Hundefutters mit "Vegdog" reformieren. Außerdem warten neuartige Ski-Turnschuhe auf die Löwen-Anprobe. Insgesamt Sechs Gründer kämpfen diesmal um eine Finanzspritze.


Dank des ernährungsbewussten Hundes sind jetzt auch die Frauchen bekehrt: Wegen einer Krankheit hatte Rüde Nelson Probleme mit tierischem Eiweiß. Eine Tierärztin empfahl deshalb vegane Kost für den Vierbeiner. "Das hat ihm wahnsinnig geholfen", erklärt Besitzerin Valeria Hansen. So kam es nicht nur, dass sie selbst Veganerin wurde, sondern zusammen mit Tessa Zaune-Figlar und Lisa Walther das Start-up "Vegdog" gründete. Damit wollen die drei Münchnerinnen die Ernährung unserer Vierbeiner umkrempeln. Nelson sei begeistert von dem "hypoallergenen" Fressen mit ganz viel Chiasamen, Spinat und Linsen. Und selbst das Herrchen kann die vegane Kost aus der Dose löffeln. Die männlichen Löwen winken allerdings schnell ab. Veganismus im Tierreich sei dann doch ein Schritt zu viel.

Eine hat am Ende aber doch ihr Herz am veganen Fleck: Dagmar Wöhrl aus Nürnberg investiert 150.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile. Das gemüsehaltige Hundefutter gibt es also bald auch in der fränkischen Bratwurstmetropole.

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Helferlein für den Freizeitspaß

Für das "geilste Hobby der Welt" setzt sich Luca Osten aus Potsdam ein. Mit seinem Kurvenalgorithmus "Calimoto" will er Motorradfahrern die spektakulärste Biker-Strecke per App aufzeigen. 46.000 Euro Umsatz hat der Gründer damit schon gemacht. "Wie wenig?", fragt Carsten Maschmeyer verblüfft. Die steile Bewertung schreckt die Investoren ab. Kein Deal für die Motorradliebhaber.

Hobbymäßig geht es sogleich weiter: Diesmal dreht sich alles ums Skifahren. Mit dem besonderen Gummiband-Aufziehern namens "Lazys" wollen Marcus Maaßen und Jens Willecke aus Köln das Gehen und Stehen in Skischuhen erleichtern. "Die Lazys werden zu dem neuen Must-Have aller Skifahrer", prognostizieren die beiden Gründer. Ski-Experte Georg Kofler schlüpft in die Schuhe und testet. Sein Fazit fällt allerdings katastrophal aus: "Ich würd diese Dinger nie und nimmer kaufen, nicht mal wenns geschenkt wär", schimpft er. So wird es nichts mit den geforderten 120.000 Euro. "Das ist das überflüssigste Produkt, das ich in der 'Höhle der Löwen' jemals gesehen hab", legt Kofler nochmal nach.

Gesundmacher aus der Hosentasche

1,3 Millionen Euro haben Vinh-Nghi Tiet und Wolfgang Kleiner aus Berlin bereits in den "Aspira Clip" investiert, der die Nase unterwegs frei machen und vor Viren und Bakterien schützen soll. Über die Schleimhäute gelangen besondere Wirkstoffe in den menschlichen Körper. Die Löwen sind von dem Thema begeistert. Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer wollen das Produkt groß machen, Millionenumsätze versprechen sie sich damit. 600.000 Euro für 25 Prozent lautet das Angebot der beiden Löwen. Nach Längerem Überlegen schlagen die beiden Gründer schließlich ein und besiegeln den Deal. Judith Williams schwebt da schon auf Wolke sieben mit dem Clip im Nasenloch.

 

Eva Orttenburger Online-Redaktion E-Mail

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