14°

Donnerstag, 25.02.2021

|

zum Thema

Im Keller gegrillt: Sieben Menschen schwer verletzt

Gleich zwei Vorfälle am Wochenende - Auch Kinder unter den Verletzten - 11.02.2018 16:36 Uhr

In diesem Haus passierte es - die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.

11.02.2018 © Stefan Schukat/dla-news/dpa


Bei einem Grillabend im Keller eines Wohnhauses in Bremen sind sieben Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden, darunter auch drei Kinder. Sie erlitten Kohlenmonoxid-Vergiftungen, wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. "Das ist ein akut lebensbedrohlicher Zustand." Am Sonntag gab es weder von der Feuerwehr noch von der Polizei Neuigkeiten zum Gesundheitszustand der Verletzten.

Grillen in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen ist lebensgefährlich, das war den Betroffenen offensichtlich nicht bewusst. Einer der Anwohner in Bremen hat sich nach Angaben der Retter nach dem Vorfall am Freitagabend auch nach Aufklärung durch die Rettungskräfte noch geweigert, sich behandeln zu lassen.

Gas ist geruchslos - und brandgefährlich 

Die sieben übrigen Verletzten wurden zur Behandlung in Kliniken gebracht. Zwei kamen für eine Überdruck-Therapie in eine Spezialklinik nach Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt. Die Gruppe hatte den Rettungsdienst benachrichtigt, nachdem einer der Beteiligten einen Krampfanfall erlitt, teilte die Feuerwehr mit.

Kohlenmonoxid ist ein farbloses Gas, das durch unvollständige Verbrennung von kohlenstoffhaltigem Material entsteht, wenn Sauerstoff fehlt. Das Gas ist geruchlos, typische Symptome einer Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit. Selbst wenn man Fenster, Türen oder ein Garagentor zum Lüften öffnet, können CO-Konzentrationen entstehen, die zum Tod führen können.

Vorfall auch in Baden-Würrtemberg 

CO-Warngeräte, die die Bremer Rettungskräfte als Teil der Standardausrüstung mitführten, hätten sofort nach dem Eintreffen Alarm ausgelöst, hieß es. Etwa 60 Rettungskräfte waren an dem Einsatz beteiligt.

In Baden-Württemberg zogen sich acht Frauen Kohlenmonoxid-Vergiftungen zu, weil sie bei einer privaten Faschingsparty mit einem Holzkohlegrill geheizt hatten. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte hatte bei der Party am Samstag in Vaihingen an der Enz eine 30-Jährige mehrfach das Bewusstsein verloren.

Im Krankenhaus sei eine Kohlenmonoxid-Vergiftung festgestellt worden. Die daraufhin alarmierte Feuerwehr stellte im Partyraum eine erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration fest. Bei sieben weiteren Frauen im Alter von 30 bis 50 wurden erhöhte Werte gemessen. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht, das sie am Sonntag wieder verlassen konnten, wie der Polizeisprecher sagte. Zur achten Frau konnte er keine Angaben machten, Lebensgefahr habe für die 30-Jährige aber nicht betanden.

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama