Verkehrsbehinderungen

Lastwagen blieben stecken: Schnee sorgt für Probleme auf Frankens Straßen

8.1.2022, 19:52 Uhr
Eine Landstraße im Allgäu ist nach ergiebigen Schneefällen von einer weißen Schicht bedeckt. Manchen Autofahrern bereitete die Schneedecke Probleme.

Eine Landstraße im Allgäu ist nach ergiebigen Schneefällen von einer weißen Schicht bedeckt. Manchen Autofahrern bereitete die Schneedecke Probleme. © Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Ein schneereicher Start ins Wochenende hat auf Bayerns Straßen für Unfälle und Behinderungen gesorgt. Kurz vor Ende der Weihnachtsferien waren am Samstag zugleich die Skigebiete im Freistaat gut besucht und entsprechend viele Autofahrer unterwegs. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Norden des Freistaats teils kräftige Schneeschauer vorhergesagt.

Behinderungen auf Frankens Autobahnen

Am Samstagmorgen kam es vor allem in Franken zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen. Die Schneedecke auf den Autobahnen sei zu hoch gewesen, vor allem Lastwagen hätten zeitweise nicht mehr anfahren können und seien an Steigungen hängengeblieben, sagte eine Polizeisprecherin in Unterfranken.

Auch in Mittelfranken kämpften Lastwagen mit Schnee und Glätte: Auf der Autobahn 9 in Richtung Leipzig blockierte ein Lastwagen den rechten Fahrstreifen. Der Lkw rutschte kurz nach der Anschlussstelle Trockau in die Leitplanke.

Lkw standen quer

Auf der Autobahn 7 standen am Morgen in beide Richtungen zwischen der Grenzwaldbrücke und der Anschlussstelle Hammelburg sieben Lkw quer. Aufgrund des geringen Verkehrs am Samstagmorgen bildeten sich laut der Polizei aber nur kurze Staus.

Auf der Autobahn 6 kam ein Lastwagen zwischen Nürnberg-Langwasser und Nürnberg-Ost von der Straße ab und fuhr in eine Böschung. Der rechte Fahrstreifen wurde blockiert. Verletzt wurde bei diesen Unfällen niemand.

Auf der A 93 und der Bundesstraße 85 in der Oberpfalz blieben ebenfalls Laster hängen. Das Polizeipräsidium Oberpfalz zählte bis zum Nachmittag 18 witterungsbedingte Unfälle mit zwei Leichtverletzten.

Bereits am Freitagabend kam in Oberfranken ein Mann bei Schneeglätte mit seinem Auto von der Straße ab und verletzt sich schwer am Bein. Das Auto des 22-Jährigen überschlug sich. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizei war der 22-Jährige mit nicht angepasster Geschwindigkeit bei Schneeglätte in Walsdorf (Landkreis Bamberg) unterwegs gewesen. Seine 19 Jahre alte Beifahrerin blieb unverletzt.

Im schwäbischen Eggenthal (Landkreis Ostallgäu) wurde ein 25-Jähriger bei einem Glätteunfall schwer verletzt. Laut Polizei prallte auf sein Auto frontal der Wagen einer 54-Jährigen, die aufgrund der rutschigen Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten war. Der junge Mann kam in ein Krankenhaus. Die 54-Jährige wurde mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst vorsorglich in eine Klinik gebracht.

Die Skigebiete im Freistaat waren der Polizei zufolge am Samstag gut besucht. Der Neuschnee habe zum Ende der Ferien vor allem viele Wintersportfans angezogen. Größere Verkehrsprobleme in den Wintersportgebieten waren den Einsatzzentralen zunächst nicht bekannt.

Am Samstagnachmittag ließen die Schneeschauer immer mehr nach. Am Sonntag soll es in Bayern einen Mix aus Schnee und Regen geben, wie der DWD mitteilte. Vor allem in den Mittelgebirgen und an den Alpen soll es regnen. Die Schneefallgrenze liege dann zwischen 600 und 400 Metern. Im Tagesverlauf könne sie auch weiter absinken, hieß es. Der Hochwassernachrichtendienst (HND) rechnet am Sonntag mit steigenden Pegelständen der bayerischen Flüsse und örtlich kleineren Überschwemmungen.