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Macron: "Bauen Notre-Dame binnen fünf Jahren wieder auf"

Wissenschaftler sehen Pläne zum Wiederaufbau skeptisch - 17.04.2019 08:58 Uhr

Nach der verheerenden Brandkatastrophe in Paris versprach Frankreichs Präsident Macron, dass die Kathedrale Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wieder aufgebaut werden soll. © Kamil Zihnioglu/AP/dpa


Frankreichs Regierung will darüber beraten, wie es nach dem Inferno in der Pariser Kathedrale Notre-Dame weitergehen soll. Bei der Regierungssitzung am Mittwoch unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron soll es vor allem um die Folgen der Brandkatastrophe gehen. Der Präsident versprach den Franzosen in einer TV-Ansprache am Dienstagabend, das weltberühmte Bauwerk innerhalb der kommenden fünf Jahre wieder aufzubauen - noch schöner als zuvor. "Wir sind das Volk von Baumeistern", sagte Macron.

Feuer in Notre-Dame: Trauer und Optimismus am Tag danach

Der Kunsthistoriker Stephan Albrecht von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sieht einen Wiederaufbau dagegen mit Skepsis. Der Dachstuhl gehe auf eine Holzkonstruktion aus dem 13. Jahrhundert zurück, deren Baupläne nicht mehr verfügbar seien. "Es gibt nur vage Zeichnungen, wie das ausgesehen hat", sagte Albrecht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Er könne sich daher nicht vorstellen, dass der Dachstuhl wieder aus Holz aufgebaut wird. Der Wissenschaftler erwartet Notre-Dame als "Dauerbaustelle".

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Mythos Notre-Dame: Zehn Fakten über die weltbekannte Kathedrale

Paris steht unter Schock. Aus dem Hauptschiff von Notre-Dame schlugen am Montagabend Flammen und meterhohe Rauchwolken. Der 96 Meter hohe hölzerne Vierungsturm aus dem 13. Jahrhundert brannte aus und stürzte ein. Frankreich leidet. Doch was macht die Kathedrale eigentlich so besonders? Wir haben zehn Fakten zusammengefasst.


"Schock weit über die Katholiken unseres Landes hinaus"

Markus Castor vom Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris geht davon aus, dass der Großteil der Schäden wohl durch Löschwasser verursacht worden ist. Auf die Frage, ob der Brand den schlimmsten Schaden in der Geschichte der weltbekannten Kathedrale verursachte, antwortete Castor: "Absolut." Während der Französischen Revolution von 1789 sei das Bauwerk zwar ausgeräumt worden. Doch es habe keine Schäden gegeben, "die in die Grundstruktur des Gebäudes eingreifen", so der Experte. "Die erste Priorität wird sein, die Statik des Gebäudes zu analysieren, zu sichern, und da auch wieder ein Dach drauf zu bekommen."

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Nach Feuersbrunst in Paris: Notre-Dame am Tag danach

Ein stundenlang wütendes Feuer verwüstet die Kathedrale Notre-Dame in Paris. Die Feuerwehr konnte die Flammen eindämmen, die Kirche wurde bis Dienstag komplett gelöscht. Die Bilder vom Tag danach.


Als Zeichen der Solidarität sollen am Mittwoch die Glocken vieler französischer Kirchen um Punkt 18.50 Uhr läutern. "Der Brand in der Kathedrale Notre-Dame de Paris ist ein Schock weit über die Katholiken unseres Landes hinaus", erklärte die französische Bischofskonferenz.

Hunderte Millionen Euro Spenden versprochen

Bei einem heftigen Feuer am Montagabend war die Kathedrale im Herzen von Paris schwer beschädigt worden. Eine internationale Geberkonferenz soll Geld für den Wiederaufbau sammeln. Einen entsprechenden Vorschlag machte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo. Auch private Großspender stehen schon bereit und haben Hunderte Millionen Euro versprochen.

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Feuer in Notre-Dame: Das Pariser Wahrzeichen in Flammen

Diese Bilder schockieren die Welt: Die Kathedrale Notre-Dame in Paris steht stundenlang in Flammen. Der Dachstuhl des Gotteshauses und ein Turm stürzen in die Tiefe. Doch am Morgen ist klar: Die rund 400 Feuerwehrleute konnten das Wahrzeichen der Stadt retten.


Das Feuer war auf dem Dachboden von Notre-Dame ausgebrochen und nach einem Alarm um 18.43 Uhr am Montag entdeckt worden. Nach einem ersten Alarm um 18.20 Uhr war zunächst kein Brandherd gefunden worden. Erst am Dienstagvormittag verkündete Feuerwehrsprecher Gabriel Plus: "Das ganze Feuer ist aus." Nach Angaben des französischen Innenstaatssekretärs Laurent Nuñez entdeckten Fachleute "einige Schwachstellen". Diese betreffen vor allem das Gewölbe, wie Nuñez sagte. "Im Ganzen hält die Struktur gut", fügte er hinzu. Die Pariser Staatsanwaltschaft geht von einem Unfall aus.

dpa

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