Kurioser Fall

Mann geht lieber ins Gefängnis - als mit seiner Ehefrau in der "Hölle" zu leben

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

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26.10.2021, 16:15 Uhr

Der Reihe nach: Ein 30-Jähriger fliegt in Italien wegen diverser Drogendelikte auf. So weit, so gut. Auch die Strafe liest sich auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich: Der Mann soll deswegen unter Hausarrest verbleiben. An dieser Stelle wird die Situation jedoch verzwickt. Diesen Hausarrest kann der Drogendealer nicht allein verbringen – sondern muss diesen mit einer weiteren Person absolvieren. Bereits nach kurzer Zeit hat der Mann den Hausarrest mit seiner Ehefrau offensichtlich nicht mehr ertragen.

"Er war nicht mehr in der Lage, mit dem erzwungenen Zusammenleben mit seiner Frau zurechtzukommen", teilte die italienische Polizeibehörde offiziell mit. Die drastische Forderung des Straftäters: Er habe die Beamten gebeten, ihn lieber ins Gefängnis zu stecken.

"Er lebte zu Hause mit seiner Frau und seiner Familie. Es lief nicht mehr gut", erklärt der zuständige Kommissar Francesco Giacomo Ferrante gegenüber der Nachrichtenagentur AFP weiter. Das Zusammenleben mit seiner Frau habe der 30-Jährige wortwörtlich als "Hölle" bezeichnet.

Plan geht am Ende auf

Dann schaffte der Ehegatte Fakten: Er beendete den Hausarrest quasi selbst – in dem er sich auf die Flucht begab. Wenig später wurde der Mann aufgegriffen und wegen des Verstoßes gegen den Hausarrest festgenommen. Aber nicht nur das: Die Justizbehörden ordneten anschließend die Überstellung in ein Gefängnis an. Am Ende ging der Plan also ironischer- und irgendwie auch traurigerweise dann doch für den 30-Jährigen auf…