13°

Sonntag, 13.06.2021

|

zum Thema

Mexikanische Forscher: Neue Dinosaurierart entdeckt

Ca. 72 Millionen Jahre alt - 80 Prozent der Schädel erhalten - 14.05.2021 07:42 Uhr

Der Tyrannosaurus rex war ein furchterregender Jäger, aber beim Gehen war der Dinosaurier wohl eher gemächlich unterwegs. 

21.04.2021 © -, dpa


Die Pflanzenfresserart Tlatolophus galorum habe identifiziert werden können, weil ein zu fast 80 Prozent erhaltener Schädel bei Ausgrabungen im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila gefunden worden sei, teilte das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) am Donnerstag (Ortszeit) mit. Dazu gehörte demnach auch ein 1,32 Meter langer Kamm.

Bilderstrecke zum Thema

(Fast) ausgestorben: Diese Tiere leben im Tiergarten Nürnberg

In der freien Wildbahn sind viele Tiere vom Aussterben bedroht. Oft sind die letzen lebenden Tiere nur noch in Zoos zu finden. Der Tiergarten Nürnberg beteiligt sich an mehr als 30 Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen (EEPs) und an verschiedenen Wiederansiedlungsprojekten von Tieren in freier Natur. Wir zeigen euch, welche seltenen Tierarten es in Nürnberg zu bestaunen gibt.


Der Name der Gattung Tlatolophus setze sich aus dem Wort Tlahtolli (Wort) in der Aztekensprache Nahuatl und dem griechischen Wort Lophus (Kamm) zusammen. Der Kamm ähnele in seiner Form einem Symbol, das von mesoamerikanischen Völkern verwendet worden sei, um Kommunikation und Wissen darzustellen, hieß es. Der Kamm habe außerdem eine Kommunikationsfunktion gehabt: Durch innere Gänge, die Nase und Luftröhre verbänden, habe er wie eine integrierte Trompete funktioniert.

Der Entdeckung war bereits 2005 der Fund des Schwanzes des Tieres vorausgegangen, wie die Wissenschaftler vom INAH und der Universität UNAM in Mexiko-Stadt auch in der Fachpublikation "Cretaceous Research" erklärten. Im Jahr 2013 wurde dieser demnach geborgen.

Der Dinosaurier müsse vor 72 oder 73 Millionen Jahren in einem Gewässer gestorben sein, das reich an Sedimenten gewesen sei, hieß es weiter vom INAH. Dadurch müsse sein Körper schnell von Erde bedeckt worden sein, wodurch er konserviert worden sei.

"Dieses Fossil, das noch untersucht wird, ist ein Ausnahmefall in der mexikanischen Paläontologie, denn es mussten äußerst günstige Ereignisse vor Millionen von Jahren stattfinden, als Coahuila eine tropische Region war - wie eine große Küstenebene - damit es unter den Bedingungen erhalten blieb, unter denen wir es gefunden haben", sagte die Paläontologin Felisa Aguilar der Mitteilung zufolge.

dpa

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama