Mordprozess: Neues Verfahren um Autoraser vom Ku'damm

13.8.2018, 20:48 Uhr
Die gesperrte Tauentzienstraße nach einem illegalen Autorennen. Bei dem illegalen Autorennen ist ein Fahrer ums Leben gekommen. Einen Monat nach dem illegalen Autorennen mit einem Toten am Berliner Luxuskaufhaus Kadewe ist einer der Raser wegen des Vorwurfs des Totschlags verhaftet worden.

Die gesperrte Tauentzienstraße nach einem illegalen Autorennen. Bei dem illegalen Autorennen ist ein Fahrer ums Leben gekommen. Einen Monat nach dem illegalen Autorennen mit einem Toten am Berliner Luxuskaufhaus Kadewe ist einer der Raser wegen des Vorwurfs des Totschlags verhaftet worden. © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte ein Mordurteil gegen die inzwischen 29 und 26 Jahre alten Männer gekippt. Nun wird der Fall zum zweiten Mal am Landgericht verhandelt, jedoch von einer anderen Strafkammer. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, einen 69-Jährigen Anfang Februar 2016 totgefahren zu haben. In einer spektakulären Entscheidung hatte das Landgericht rund ein Jahr nach dem Vorfall lebenslange Freiheitsstrafen verhängt. Es war bundesweit das erste Mordurteil in einem Raser-Fall.

Der BGH sah jedoch den bedingten Tötungsvorsatz als nicht ausreichend belegt an. Kann in der neuen Verhandlung der Vorsatz nicht nachgewiesen werden, kommt eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung in Betracht – der Strafrahmen reicht von Geldstrafe bis zu fünf Jahren Haft. Die Anklage lautet aber erneut auf Mord. Zunächst wurden 19 Prozesstermine festgelegt.

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