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Neue Papiertüten: "Frosta" verzichtet bald auf Plastik

Damit sollen die Waren umweltfreundlicher werden - 11.11.2019 21:20 Uhr

Wie der Tagesspiegel berichtet, will der Bremerhavener Tiefkühlkost-Hersteller "Frosta" nun zum Jahreswechsel komplett von Plastik- auf Papierbeutel umsteigen. Dadurch würden rund 40 Millionen Plastikverpackungen pro Jahr eingespart, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Allerdings hat es auch eine Preiserhöhung für die Produkte zur Folge - ungefähr fünf Prozent.

"Frosta" hatte bereits 2003 für Aufsehen gesorgt, als es sich damals als erster konventioneller TK-Hersteller von allen Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und anderen Zusatzstoffen verabschiedete. Auch diese Änderungen waren damals mit höheren Preisen verbunden, was der Firma einen Verlust von 42 Prozent einbrachte.

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Für den jetzt geplanten Plastikverzicht war nun eine dreijährige Entwicklungsarbeit nötig. Die größte Herausforderung war es, eine Papierverpackung zu schaffen, die der feuchtkalten Umgebung der Tiefkühltruhen standhält. Die zum Patent angemeldeten Papierbeutel sollen dem Bericht zufolge ab Anfang 2020 nach und nach zum Einsatz kommen. Zum Beispiel wird das bei Gemüsemischungen oder Fertiggerichten wie Paella oder Nasi Goreng der Fall sein.

Bei anderen Produkten wie etwa Fischstäbchen, die ohnehin schon in Kartons vergepackt waren, ändert sich nichts. Die neue Papierverpackung besteht angeblich dann aus ungebleichtem und ungestrichenem Papier und stammt aus nachhaltiger, FSC-zertifizierter Forstwirtschaft. Die Beutel sollen auch nur sparsam mit Farben auf Wasserbasis bedruckt werden. Somit können sie laut Firmenmitteilung im Altpapier entsorgt und problemlos recycelt werden.

mch

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