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OEZ-Attentat: Familie des Täters ist zurück in München

Neun Menschen 2016 erschossen - Polizei mit Opferfamilien in Kontakt - 13.09.2019 14:59 Uhr

Am 22. Juli 2016 hatte der 18-jährige Amokschütze David S. am OEZ neun Menschen und sich selbst erschossen. Es gab mehrere Verletzte. Die meisten der neun Todesopfer hatten einen Migrationshintergrund. Der rechtsextreme David S. litt an psychischen Problemen.

Münchner Ermittler hatten die Tat zunächst als nicht politisch motiviert eingestuft und waren von Rache wegen Mobbings
als Motiv ausgegangen.

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Schüsse in Münchner Einkaufszentrum: Zehn Menschen tot

Mindestens eine Person eröffnet in einem Münchner Einkaufszentrum am Freitag um etwa 17.52 Uhr das Feuer auf Passanten. Er tötet neun Menschen. Die Sicherheitsbehörden gehen bis in die Nacht auf Samstag von einer "akuten Terrorlage" aus und durchkämmen den Gebäudekomplex und die Stadt. In der Nacht gibt der Polizeipräsident Entwarnung. Der Täter beging die Tat nach bisherigen Erkenntnissen alleine. Der 18-Jährige wurde später tot aufgefunden.


Später wertete unter anderem das Bundesamt für Justiz (BfJ) die tödlichen Schüsse als extremistische Tat. Nicht zuletzt auch das Münchner Landgericht ging im Prozess gegen den Verkäufer der Waffe davon aus, dass die Tat rassistisch und fremdenfeindlich motiviert war.

Die Familie des Täters - Mutter, Vater und Bruder - war seit der Tat in einem Programm des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) betreut worden und hatte nicht in München gelebt.

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Nach dem Amoklauf: München gedenkt der Opfer

Blumen und Kerzen liegen in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums OEZ in München, einen Tag nach einer Schießerei mit Toten und Verletzten. Die Menschen versuchen das Geschehene zu begreifen. Zahlreiche Menschen trauern gemeinsam in der bayerischen Landeshauptstadt.


 

dpa

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