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Online-Shopping und Privatverkäufe: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

So kann man sich vor dem UPS-Betrug schützen - 26.01.2021 11:57 Uhr

Immer mehr Menschen werden Opfer von Betrügern auf Verkaufsportalen.

12.11.2020 © Silas Stein, NN


Die Polizeidirektion Mittelfranken warnt vor Betrügern auf Verkaufsportalen wie Facebook Marketplace und Ebay-Kleinanzeigen. Gerade bei privaten Verkäufen werde derzeit vermehrt die sogenannte Ups-Methode beobachtet. Dabei melden sich Leute, die den eingestellten Artikel kaufen wollen. Bezahlen wollen sie per UPS-Express-Lieferung oder Fedex-Geld-Transport, sodass der Verkäufer die vereinbarte Summe als Barzahlung vom Kurier erhält, bevor er die Ware an diesen herausgibt. Zum eigentlichen Verkauf kommt es aber nicht.


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So funktioniert die Masche

Nachdem Käufer der fragwürdigen Bezahlmethode zugestimmt haben, fragen die Betrüger meist nach der Mailadresse. Daraufhin bekommen sie eine Fake-Mail mit der Aufforderung, eine Paysafecard zu kaufen, um den Transport des Geldes zu bezahlen. Die Karte kann man an jeder Tankstelle für einen bestimmten Geldbetrag (meistens 50 Euro) kaufen. Haben Sie die Karte erworben, will der Betrüger dann ein Foto davon, auf dem der Pin-Code der Karte zu sehen ist. Den Code nutzt er dann, um sich die 50 Euro Guthaben, die für die Karte bezahlt wurden, abzubuchen. Ist das passiert, ist das Geld weg.

Mehre Betrugsfälle in der Region

Auch beim Online-Kauf fallen immer mehr Menschen in der Region auf Internet-Betrüger herein. Eine 42-jährige Frau aus Gunzenhausen beispielsweise wollte einen gebrauchten Router im Internet kaufen und überwies 100 Euro an den Anbieter. Der hatte sie gebeten, die Bezahlmethode "Family & Friends" von Paypal zu nutzen. Allerdings ist hierbei kein Käuferschutz gegeben. Kurz nach der Transaktion bekam die Frau den Hinweis, dass der Händler wegen betrügerischer Aktivitäten gesperrt wurde. Aufgrund der gewählten Bezahlmethode hat die Frau keine Chance, die Zahlung rückgängig zu machen.

Genaue Prüfung vorab

Ähnliches ist einem 51-Jährigen aus Arzberg bei Marktredwitz passiert. Er hatte bereits im November einen Weinspender für circa 30 Euro auf einer Onlineplattform gekauft und zum Begleichen der Rechnung einen Online-Zahlungsdienst gewählt. Den Weinspender hat er bis heute nicht bekommen, stattdessen einen minderwertigen Eiswürfel aus Edelstahl. Die Polizei in Marktredwitz warnt daher generell vor voreiligen Bestellungen im Internet. Vor allem verlockende Schnäppchenangebote solle man genau prüfen.

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Gefahren beim Online-Geschäft

Etwa 98 Prozent der Internetnutzer kaufen mittlerweile online, gerade aufgrund der derzeitigen Ladenschließungen steigen die Verkäufe wieder. Beim sogenannten E-Commerce, dem Handel von Waren und Dienstleistungen im Internet, ist allerdings besondere Vorsicht gefragt. Vermehrt geraten Nutzer an sogenannte Fake-Shops, also Plattformen, die nur den Schein erwecken, etwas zu verkaufen. Oder sie erhalten Fälschungen statt den gewünschten Originalteilen. Aber eben auch Betrug beim Bezahlvorgang ist eine gängige Masche.

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Laut Verbraucherzentrale ist die sicherste Bezahlmethode bei Online-Käufen weiterhin die altbekannte Rechnung, da man erst zahlt, wenn die Ware eingetroffen ist. Auf privaten Verkaufsportalen wird diese Variante meist nicht angeboten. Hier können offizielle Internet-Bezahlsysteme wie Paypal helfen. Auf fragwürdige Geldtransfers über vermeintliche Logistikunternehmen sollte man verzichten. Grundsätzlich gilt: Sind sie unsicher, kaufen Sie lieber bei einem zertifizierten Händler. Auch, wenn das teurer ist.


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