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Radfahrer greift Rettungswagen während laufender Reanimation an

Einsatzkräfte mehrfach ausgebremst - Patientin im Krankenhaus gestorben - 02.03.2021 19:24 Uhr

Ein Radfahrer behinderte am Montagvormittag mehrmals Rettungskräfte bei einem Einsatz in Berlin. Ein Rettungswagen und ein Notarzt der Berliner Feuerwehr waren zu einem Seniorenheim im Senftenberger Ring gerufen worden, weil dort eine hochbetagte Bewohnerin reanimiert werden musste. Nachdem die Retter die 92-Jährige wiederbeleben und stabilisieren konnten, sollte die Frau in eine Klinik transportiert werden.

Als sich die beiden Fahrzeuge gegen 10.45 Uhr mit eingeschaltetem Blaulicht in Bewegung setzten und vom Gelände fahren wollten, behinderte sie ein Radfahrer, indem er ihnen auf der Fahrbahn keinen Platz machte. Nachdem der Fahrer des Rettungswagens den Radfahrer deswegen zunächst nicht überholen konnte, schaltete er das Martinshorn ein und schaffte es schließlich doch, an dem Radfahrer vorbei zu fahren.

Auch die Fahrerin des Notarztfahrzeuges aktivierte nun die Sirene, doch der Radfahrer blieb in der Fahrbahnmitte, so dass sie gezwungen war, weiter hinter ihm zu fahren. Der Fahrer des Rettungswagens bremste nun wieder ab, damit das ihm folgende Einsatzfahrzeug aufschließen konnte. Dabei stieß der 50-jährige Radfahrer mit dem Wagen zusammen und klagte anschließend über Schmerzen, ohne diese weiter zu erläutern.

Stattdessen riss er die Fahrertür auf und bedrohte und beleidigte den 28-jährigen Sanitäter. Danach versuchte er die Hecktür zu öffnen, was die Besatzung des Rettungswagens aber verhindern konnte. Während der mehrere Minuten andauernden Attacken des Radfahrers war eine Weiterfahrt nicht möglich. Der Notarzt kümmerte sich währenddessen um die Patientin, da sich deren Gesundheitszustand zwischenzeitlich wieder verschlechtert hatte und sie erneut reanimiert werden musste.

Die zwischenzeitlich alarmierte Polizei nahm zwischenzeitlich den Angreifer in Gewahrsam, so dass die Fahrt ins Krankenhaus mit zeitlichem Verzug fortgesetzt werden konnte. Wie die Klinik später mitteilte, verstarb die Patientin.

Ob und welchen Einfluss das Verhalten des 50-Jährigen und der dadurch längere Transport ins Krankenhaus hierauf hatten, müssen die Ermittlungen ergeben. Nachdem die Personalien des Mannes festgestellt wurden, konnte er seinen Weg fortsetzen. Er muss sich nun wegen tätlichen Angriffs und Nötigung verantworten.


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cu

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