Regeln, Dauer, Ausnahmen: Elf Fakten zum Ramadan 2020

23.4.2020, 10:43 Uhr
Ramadan wird der islamische Fastenmonat genannt. Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islams – das sind Grundpflichten, an die sich gläubige Muslime halten sollen. Der Ramadan ist für viele Muslime weltweit die wichtigste Zeit des Jahres.
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Was ist der Ramadan?

Ramadan wird der islamische Fastenmonat genannt. Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islams – das sind Grundpflichten, an die sich gläubige Muslime halten sollen. Der Ramadan ist für viele Muslime weltweit die wichtigste Zeit des Jahres. © Vian Saputra/Sijori Images via ZUMA Wire/dpa

Neben dem Fasten bilden das Glaubensbekenntnis zu Allah und Mohammed, das Gebet, welches fünf Mal am Tag erfolgen soll, der
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Was sind die anderen vier Säulen des Islam?

Neben dem Fasten bilden das Glaubensbekenntnis zu Allah und Mohammed, das Gebet, welches fünf Mal am Tag erfolgen soll, der "Zakat", also die soziale Pflichtabgabe und die Pilgerfahrt nach Mekka die weiteren Grundsäulen des Islam. © dpa/ EPA/SAUDI PRESS AGENCY / HANDOUT

2020 beginnt Ramadan am 24. April beziehungsweise am Abend des 23. April. Der Fastenmonat dauert bis zum 24. Mai. Der offizielle Beginn hängt regional von der Sichtbarkeit der zunehmenden Mondsichel ab. Aufgrund verschiedener Berechnungsgrundlagen kann das Datum immer um einen Tag variieren.
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Wann beginnt der Ramadan?

2020 beginnt Ramadan am 24. April beziehungsweise am Abend des 23. April. Der Fastenmonat dauert bis zum 24. Mai. Der offizielle Beginn hängt regional von der Sichtbarkeit der zunehmenden Mondsichel ab. Aufgrund verschiedener Berechnungsgrundlagen kann das Datum immer um einen Tag variieren. © AFP/Behrouz Mehri

Nein, der Ramadan hat jedes Jahr einen anderen Start- und Endzeitpunkt. Der Beginn richtet sich nach dem Erscheinen der Neumondsichel und kann deswegen variieren. So kommt es, dass der Ramadan zwar immer rund 30 Tage dauert, aber jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorne wandert.
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Findet der Ramadan jedes Jahr zur selben Zeit statt?

Nein, der Ramadan hat jedes Jahr einen anderen Start- und Endzeitpunkt. Der Beginn richtet sich nach dem Erscheinen der Neumondsichel und kann deswegen variieren. So kommt es, dass der Ramadan zwar immer rund 30 Tage dauert, aber jedes Jahr um etwa elf Tage nach vorne wandert. © dpa/ Peter Gercke

Während des Ramadan verzichten Muslime in der Regel von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Zudem sollen sie besonders darauf achten, keine Sünden zu begehen. In der Zeit des Ramadan sind gläubige Muslime außerdem dazu angehalten, für Bedürftige zu spenden.
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Welche Regeln gelten am Ramadan?

Während des Ramadan verzichten Muslime in der Regel von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Zudem sollen sie besonders darauf achten, keine Sünden zu begehen. In der Zeit des Ramadan sind gläubige Muslime außerdem dazu angehalten, für Bedürftige zu spenden. © dpa/ Oliver Berg

Die islamischen Fastenregeln lassen Ausnahmen zu: Ältere Personen, Schwangere, Kranke, aber auch Personen die sich auf Reisen befinden oder sehr schwere Arbeit verrichten, müssen nicht unbedingt fasten. Auch für Kinder gilt diese Ausnahmeregelung, wenn sie dennoch möchten, dürfen sie fasten. Ärzte raten immer wieder zur Vorsicht, denn das strenge Fasten sowie der Flüssigkeitsmangel können zu verminderter Konzentrationsfähigkeit und schlechtem Schlaf führen.
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Müssen Kinder auch fasten?

Die islamischen Fastenregeln lassen Ausnahmen zu: Ältere Personen, Schwangere, Kranke, aber auch Personen die sich auf Reisen befinden oder sehr schwere Arbeit verrichten, müssen nicht unbedingt fasten. Auch für Kinder gilt diese Ausnahmeregelung, wenn sie dennoch möchten, dürfen sie fasten. Ärzte raten immer wieder zur Vorsicht, denn das strenge Fasten sowie der Flüssigkeitsmangel können zu verminderter Konzentrationsfähigkeit und schlechtem Schlaf führen. © dpa/ Mahmoud Khaled

Sobald die Sonne untergegangen ist, dürfen Muslime, die während des Ramadan fasten, wieder essen und trinken. Während dieser Zeit kommt die ganze Familie zusammen, oft wird das Fastenbrechen aber noch viel größer gefeiert, wie hier in der Istiklal Caddesi in Istanbul.
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Wann essen Muslime während der Fastenzeit?

Sobald die Sonne untergegangen ist, dürfen Muslime, die während des Ramadan fasten, wieder essen und trinken. Während dieser Zeit kommt die ganze Familie zusammen, oft wird das Fastenbrechen aber noch viel größer gefeiert, wie hier in der Istiklal Caddesi in Istanbul. © AFP PHOTO / OZAN KOSE

Die Zahl der Muslime, die in Bayern leben und an Ramadan fasten, lässt sich natürlich nicht ganz genau ermittlen. Der Landesvorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mohamed Abu El-Qomsan, schätzt die Zahl der Moscheegemeinden im Freistaat auf etwa 300, die der Gemeindemitglieder auf rund 300.000.
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Wie viele Muslime in Bayern fasten?

Die Zahl der Muslime, die in Bayern leben und an Ramadan fasten, lässt sich natürlich nicht ganz genau ermittlen. Der Landesvorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mohamed Abu El-Qomsan, schätzt die Zahl der Moscheegemeinden im Freistaat auf etwa 300, die der Gemeindemitglieder auf rund 300.000. © dpa/ Felix Käsle

Das Ende des Ramadan feiern Muslime mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt. Auf arabisch heißt diese Feier
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Wie feiern Muslime das Ende des Ramadan?

Das Ende des Ramadan feiern Muslime mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, auch Zuckerfest genannt. Auf arabisch heißt diese Feier "Id al Fitr", im Türkischen "ramazan bayram". Die Menschen versammeln sich bei Sonnenuntergang mit Verwandten, aber auch Nachbarn und Freunden zum Fastenbrechen. © dpa/Ingo Wagner /lni

2019 hat der Muslimrat München ein gemeinsames Fastenbrechen im Freien organisiert. Im Luitpoldpark war ein ausführliches Programm mit Theatervorstellungen, musikalischen Einlagen und Rezitationen aus dem Koran geboten. Doch 2020 ist durch das Coronavirus alles anders und so wird es keine Großveranstaltung zum Fastenbrechen geben, denn bis mindestens Ende August wurden diese untersagt.
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Gibt es in Bayern große Veranstaltungen zum Fastenbrechen?

2019 hat der Muslimrat München ein gemeinsames Fastenbrechen im Freien organisiert. Im Luitpoldpark war ein ausführliches Programm mit Theatervorstellungen, musikalischen Einlagen und Rezitationen aus dem Koran geboten. Doch 2020 ist durch das Coronavirus alles anders und so wird es keine Großveranstaltung zum Fastenbrechen geben, denn bis mindestens Ende August wurden diese untersagt. © Horst Linke

Durch die Corona-Krise und das Kontaktverbot werden die Moscheen in Deutschland zumindest zu Beginn des Fastenmonats geschlossen bleiben. Auch das Beten in der Gemeinschaft ist damit nicht möglich. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte dazu:
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Ramadan in Zeiten von Corona

Durch die Corona-Krise und das Kontaktverbot werden die Moscheen in Deutschland zumindest zu Beginn des Fastenmonats geschlossen bleiben. Auch das Beten in der Gemeinschaft ist damit nicht möglich. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sagte dazu: "So schwer es uns fällt, unsere Moscheen im Heiligen Monat Ramadan weiter geschlossen zu halten, so ist es unsere religiöse und bürgerliche Verantwortung, in der aktuellen Phase genau das zu tun." © Carsten Koall/dpa