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Roter Staub: Der Saharasand kommt zurück - auch in Franken

Am Wochenende könnte der Sand erneut Spuren auf den Autos hinterlassen - 21.02.2021 19:44 Uhr

Schon Anfang des Monats hatte Staub aus der Sahara den Himmel in der Region in ein mystisches Licht getaucht. 

06.02.2021 © Christa Zeug-Vogel


Große Schwaden seien auf dem Weg nach Süd- und Zentraleuropa, teilte der Atmosphärenüberwachungsdienst (CAMS) am Freitag im englischen Reading mit. "Noch ist nicht sicher, welche sichtbaren Folgen das am Wochenende startende Event haben wird, die örtliche Luftqualität wird jedoch sicher betroffen sein." Die größten Staubmengen werden sich demnach wohl auf Ostspanien und Südfrankreich konzentrieren, Ausläufer können aber auch über Deutschland bis nach Norwegen ziehen.

"Wir haben ähnliche Ereignisse wie dieses bereits in den letzten Wochen beobachten können, bei denen die Luftqualität in den betroffenen Regionen stark beeinträchtigt wurde; das bestätigten auch Bodenmessungen einzelner Länder und der Europäischen Umweltagentur", erklärte CAMS-Wissenschaftler Mark Parrington.

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Mystisches Licht und verdreckte Autos: Das war der Grund!

Was ein bisschen Sand-Staub alles kann: Der Himmel in Franken und der Oberpfalz war am Samstag in trübes Licht getaucht, mal rötlich, mal eher gelb. Grund dafür waren kleine Staubpartikel, die durch Winde aus der Sahara nach Bayern gekommen sind und sich in höheren Luftschichten befanden. Das sind die Bilder unserer User!


Schwaden aus Wüstenstaub können den Himmel rot färben und Spuren auf Fenstern und Windschutzscheiben hinterlassen - ob das auch diesmal der Fall sein wird, ist bisher noch unklar. "Was wir jedoch voraussagen können, ist, dass die Schwaden sehr wahrscheinlich von Südeuropa bis nach Skandinavien reichen werden und vor allem in Spanien, Frankreich, sowie wahrscheinlich in Großbritannien, Deutschland und den Benelux-Ländern die Luftqualität sehr stark beeinträchtigen werden."


Alle Infos zum Wetter gibt es in unserem Ticker.


Der Staub kann dem Dienst zufolge gesundheitliche Folgen für die Atemwege haben und zusätzlich zur lokalen Luftverschmutzung zu erhöhter Feinstaubbelastung beitragen.

Der von der EU finanzierte Dienst CAMS ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

dpa

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