11°

Donnerstag, 13.05.2021

|

zum Thema

Studie: Anzahl der Corona-infizierten Kinder deutlich höher als angenommen

Antikörperhäufigkeit in der zweiten Welle massiv zugenommen - 12.04.2021 12:21 Uhr

Bilderstrecke zum Thema

Von Wuhan in die Welt: Die Ausbreitung der Corona-Pandemie

Anfang Dezember 2019 ging es in China los: Eine unbekannte Lungenentzündung stellt die Ärzte vor Rätsel. Mitte März ruft Bayern den Katastrophenfall aus - was ist in den Wochen und Monaten bis dahin geschehen? Ein Überblick.


In der Studie des Helmholtz-Zentrums wurde bayerischen Kindern Blutproben entnommen, um sie auf ein Frühstadium von Typ-1-Diabetes zu untersuchen. Im Rahmen der Corona-Pandemie wurde beschlossen, die Untersuchungen um SARS-CoV-2-Antikörpertests zu erweitern. Die erste Welle im Frühjahr 2020 ergab eine SARS-CoV-2- Antikörperhäufigkeit von 0,87 Prozent. Es waren damit sechsmal mehr Kinder in Bayern mit dem Coronavirus infiziert, als über PCR-Tests gemeldet worden ist.

Bilderstrecke zum Thema

Hygiene-Tipps: So schützt man sich vor dem Coronavirus

Das Coronavirus hält Deutschland und die Welt weiterhin in Atem. Zahlreiche Corona-Maßnahmen sind im vergangenen Jahr bereits umgesetzt worden - dabei ist es auch weiterhin wichtig Hygienemaßnahmen einzuhalten. Wir haben Hygiene- und Verhaltens-Tipps nach Empfehlungen des Infektionsschutz zur Vorbeugung des Coronaviruses zusammengefasst.


In der zweiten Welle im Herbst und Winter 2020 war der Nachweis von SARS-CoV-2-Antikörpern wesentlich erhöht, so die Forscher. Vorschulkinder sollen demnach eine Antikörperhäufigkeit von 5,6 Prozent aufgewiesen haben, während bei Schulkindern der Wert bei 8,4 Prozent lag. Somit überstieg die Antikörperhäufigkeit in der zweiten Welle den Wert der ersten Welle um das Achtfache. Drei- bis viermal mehr Kinder waren nach dieser Studie in diesem Zeitraum mit dem Coronavirus infiziert, als es PCR-Tests ergaben.

Die Studie wurde unter der Leitung von Anette-Gabriele Ziegler durchgeführt. Der Erstautor der Studie, Markus Hippich, geht davon aus, dass dieses Phänomen wahrscheinlich auf asymptomatische, also symptomfreie Verläufe im Kindesalter zurückgeführt werden könne. Die Forschungsgruppe vermutet, dass eine allgemein höhere Virusexposition im Herbst und Winter, Schulöffnungen und neue, infektiösere Virusvarianten dazu geführt haben, dass die Infektionszahlen in der zweiten Welle besonders angestiegen sind.

moissa

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Panorama