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Tag des Notrufs: Feuerwehren starten "Twitter-Gewitter"

Einsatzkräfte wollen live aus dem Alltag der Feuerwehr berichten - 11.02.2019 08:43 Uhr

Ob bei Unfällen, Feuer oder bei Krankheiten - Rettungskräfte sind rund um die Uhr im Einsatz, um Leben zu retten. Der 11. Februar gilt als Tag des Notrufs. © dpa/ Hannibal Hanschke


Hunderte Notrufe und Rettungseinsätze hautnah: Am Montag wollen bundesweit 41 Berufsfeuerwehren per Twitter unter dem Hashtag #112live über ihre Arbeit informieren. Zwölf Stunden lang (ab 8.00 Uhr) macht auch Deutschlands größte Berufsfeuerwehr in Berlin nach eigenen Angaben per Twitter öffentlich, was gerade passiert und mit welchen Problemen sie konfrontiert ist. Von vielen Einsätzen soll live getwittert werden.


Gewalt gegen Retter: Nürnberger Rettungskräfte berichten.


An der Aktion "Twitter-Gewitter" beteiligen sich demnach auch Feuerwehren in München, Hamburg, Düsseldorf, Bremen und Frankfurt am Main. Anlass ist der Europäische Tag des Notrufs am 11.2. - passend zur Notrufnummer 112. Mit dabei ist auch die Fürther Feuerwehr. "Wir nutzen den Notruftag, um Interessierten einen Einblick in den Beruf des Feuerwehrmannes zu verschaffen, und freuen uns über die konzertierte Aktion der Berufsfeuerwehren", sagt Christian Gußner, Chef der Fürther Berufsfeuerwehr.

Unter dieser Nummer werden seit 2008 Notrufdienste europaweit erreicht. Twitter-Aktionen von Einsatzkräften in Deutschland gab es schon öfter. Zum ersten Mal werden nun aber Feuerwehren parallel Tweets absetzen.

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Die Hauptstadt-Feuerwehr will am Montag zugleich zeigen, welche Berufe und Karrierechancen es gibt. So soll verdeutlicht werden, wann es richtig ist, einen Notruf abzusetzen, sagte Sprecher Frederic Finner der Deutschen Presse-Agentur. Denn immer wieder werde der Notruf auch für Bagatellen gewählt.

Derzeit arbeiten bei der Berliner Feuerwehr knapp 5000 Männer und Frauen. Aktuell folgen etwa 111.000 Interessierte der Berliner Feuerwehr auf Twitter. Die Berliner Feuerwehr ist seit 2009 auf Twitter aktiv. Laut Sprecher Finner ist der Nachrichtenkanal ein wichtiges Instrument, um die Öffentlichkeit zu erreichen. Als zum Beispiel im heißen Sommer 2018 Wälder im Nachbarland Brandenburg in Flammen standen und Brandgeruch über Berlin hing, twitterte die Feuerwehr, dass keine Gesundheitsgefahr bestehe. Danach sei die Zahl der besorgten Anrufer zurückgegangen, sagte der Sprecher.


Region um Forchheim verzeichnet 124.000 Notrufe im Jahr.


Die 110 steht als bundesweit einheitliche Rufnummer der Polizei zur Verfügung. Schon der Verdacht einer Straftat genügt, um die 110 zu wählen und mit der Polizeieinsatzzentrale verbunden zu werden.
Den Ärztlicher Bereitschaftsdienst erreicht man unter der Nummer 116117 – für dringende, aber nicht lebensbedrohlichen Krankheitsfälle. Mit der 116117 erreicht man bundesweit die Anrufzentrale des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, der dann an Bereitschaftsdienstpraxen in der Nähe verweist. Wenn ein Unfall in den eigenen vier Wänden oder der Gesundheitszustand einer Person einen Praxisbesuch allerdings unmöglich macht, sind auch Hausbesuche des Bereitschaftsdienstes möglich. Der ärztliche Bereitschaftsdienst versorgt Kassen- und Privatpatienten, die Kosten werden in der Regel übernommen.

Den Giftnotruf – im Falle oder beim konkreten Verdacht einer Vergiftung – erreicht man bundesweit nicht einheitlich. In Bayern hat er die Nummer 089 19240. Allerdings kann in solchen Fällen auch die 112 gewählt werden.

Und egal, welche Telefonnummer gewählt wird, vom Anrufer sind immer die „W-Fragen“ zu nennen: Wo ist etwas geschehen? Was genau ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art von Notfall/Verletzung liegt vor? 

dpa/als

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