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Tödliche Messerattacke: Verdächtiger 14-Jähriger bestreitet Tat

Hinter der Tat stehen wohl Eifersuchtsstreitigkeiten - 26.02.2021 14:53 Uhr

Ein 13-Jähriger wurde tot an einem Waldrand in Sinsheim-Eschelbach aufgefunden.

25.02.2021 © NEWS5 / Höfig, NEWS5


Nach dem Obduktionsergebnis starb der 13-Jährige an "Verbluten nach innen". Hinter der Tat stehen Eifersuchtsstreitigkeiten um ein 12-jähriges Mädchen.

Der 14-Jährige war am Mittwoch mit einem Küchenmesser in der Hand neben der Leiche des Jungen und dem Mädchen im Stadtteil Eschelbach festgenommen worden. Der 14-Jährige hatte im vergangenen November an einer Realschule in Östringen (Kreis Karlsruhe) einen Mitschüler mit einem Messer schwer verletzt.


14-Jähriger soll 13-Jährigen getötet haben


Das zuständige Jugendamt des Rhein-Neckar-Kreises hat nach diesem ersten Messerangriff das Familiengericht nicht eingeschaltet. Nach Angaben des dafür zuständigen Landgerichts Heidelberg wird das Familiengericht mit Fällen von Gefahr für das Kindeswohl befasst. Im diesem Fall seien aber wahrscheinlich aus Sicht des Jugendamtes weder Sorgerechtsentzug für die verwitwete Mutter noch Zwangsunterbringung des Jungen nötig gewesen, sagte der Gerichtssprecher. Für solche schwerwiegenden Schritten ist eine richterliche Genehmigung erforderlich.

Das Familiengericht sei etwa eine Woche nach Erhalt der Akte der Staatsanwaltschaft Mitte Januar auf das Jugendamt zugegangen, um sich über die ergriffenen Maßnahmen zu informieren. Wenige Tage vor der Tat sei eine weitere routinemäßige Anfrage an das Jugendamt ergangen. Das Schreiben habe die Behörde aber wahrscheinlich nicht mehr vor der Tat erreicht.


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dpa

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