Dienstag, 24.11.2020

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Tötete Arzt Corona-Patienten? Prüfung aller Sterbefälle gefordert

Polizei wirft dem Mediziner Totschlag vor - 22.11.2020 11:38 Uhr

Der 44 Jahre alte Mediziner soll nach Angaben der Polizei zwei todkranken Männern Medikamente verabreicht haben, die zum sofortigem Tod führten. Er kam in Haft, eine Mordkommission ermittelt. Nach Informationen der Bild"-Zeitung handelte es sich bei den beiden gestorbenen Männern um Corona-Patienten, die auf der Covid-19-Station des Uniklinikums behandelt wurden.

Krankenhäuser seien auch Orte des täglichen Sterbens, sagte Brysch. "Für Täter ist deshalb die Gefahr gering, schnell überführt zu werden." Bei tödlich verlaufenden Krankheiten sei es die Aufgabe der Ärzte, "in Abstimmung mit den Patienten leidenslindernde palliative Hilfe beim Sterben" zu ermöglichen. Im Fall des Oberarztes in Essen bestünden nun "berechtigte Zweifel, ob das die Motive des Mediziners waren."

Die Polizei hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Beschuldigte zu einem der Fälle angegeben habe, dass er das weitere Leiden des Patienten und seiner Angehörigen habe beenden wollen. Der Arzt sei seit Februar in der Uniklinik Essen beschäftigt gewesen, teilte das Klinikum mit.

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Ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien kam zu dem Ergebnis, dass es eine Covid-19-Infektion mit mildem Verlauf offenbar in verschiedenen Verlaufsformen gibt. Bei der Untersuchung von 200 Erkrankten im Rahmen der Studie konnten insgesamt sieben Gruppen mit unterschiedlichen Erkrankungsformen ermittelt werden. Lesen Sie in unserer Bildergalerie, welche Symptomgruppen ermittelt wurden.



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dpa

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