Von Fürth hinaus auf hohe See: Freddy Quinn

19.9.2011, 16:03 Uhr
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So hat er Fernweh und Heimweh der Deutschen in der Wirtschaftswunderzeit bedient - eben die "Große Freiheit": Freddy Quinn, Sängerlegende von der Hamburger Reeperbahn, musikalisch auf sämtlichen Weltmeeren unterwegs.

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Und so wurde er ein Star: Freddy mit Gitarre, einem Lied über Liebe, Sehnsucht und den weiten Ozean auf den Lippen - und ihm zu Füßen jede Menge junger Damen.

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Kaum zu glauben: Alles begann in ... Fürth. Seine große Karriere startete im "Gelben Löwen" in der Gustavstraße. 1951 blieb Freddy auf dem Weg von Wien nach Hamburg dort hängen, wo er gegen Kost und Logis ein paar Wochen für die Amerikaner Hillbilly und andere amerikanische Schlager spielte. So gut und mit solchem Erfolg, dass der Soldatensender AFN auf ihn aufmerksam wurde ... Viele Jahre später erinnern sich Quinn und seine ehemalige "Chefin", die Wirtin Marga Schadler, in der Garderobe der Stadthalle an die alten Zeiten. Weißt du noch? Schlägereien waren damals in Fürth an der Tagesordnung.

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Freddy als Filmstar in "Nur der Wind" (BRD 1961): Quinn spielt in einen Matrosen unter Mordverdacht. In der Bildmitte oben ist übrigens ein Filmfehler zu sehen: Ein Mikrofon lugt aus dem Netz.

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1962 im Film "Freddy und das Lied der Südsee": Seemann Freddy erbt ein Haus auf einer Südseeinsel. Mit zwei Freunden und einem Frachter macht er sich auf den Weg - und muss dort erfahren, dass sein Onkel in Schmuggelgeschäfte verwickelt ist. In Erinnerung blieb von diesem Film vor allem eins: das Lied "Alo-ahe".

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Das Musical "Große Freiheit Nr.7" in Hamburg: Mit Schwung spielt Quinn als Seemann Johnny Kröger auf seinem Schifferklavier - und singt dazu wehmütige Lieder.

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Zu Gast in der Noris: Freddy im Oktober 1979 als Priester Silvestro auf der Nürnberger Opernbühne im Musical "Himmel, Arche und Wolkenbruch". Hier soll er ...

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... als Pfarrer die Bewohner eines Dorfes in Italien zum Bau einer Arche zusammentrommeln - denn eine riesige Sintflut steht bevor. Doch der junge Geistliche glaubt nicht an diesen "Spuk" und ignoriert die Stimme Gottes. Aber da...

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... läuten schon die Glocken, Angelina, die Tochter des Bürgermeisters, verliebt sich noch schnell in den schmucken Priester und jetzt kann hier wirklich nur noch ein Wunder helfen - oder natürlich einer... Freddy Quinn.

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Er fühlte sich nicht nur auf dem Schiffsdeck wohl: Freddy 1983 als Westernheld in Nashville /Tennessee.

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Wer erinnert sich noch an die Fernsehsendung "Country Time mit Freddy Quinn"? Hier gaben sich Anfang der 80er Jahre die Stars der Country- und Westernszene die Klinke in die Hand - so etwa Gaststar Dan Haggerty aus der Fernsehserie "Der Mann aus den Bergen".

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Für Zirkus war er zu haben: Freddy präsentiert mit Charme die Artisten in "Zirkus, Zirkus" - Attraktionen der Manege".

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Von der Reeperbahn in die Polizeiuniform: Quinn 1988 mit schickem Schnauzer, Mareike Carriere und Arthur Brauss (l) in der Vorabendserie "Großstadtrevier".

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Was für ein Mann: Brusthaar, Kettchen und das Hemd schön in die enge Hose gestopft - so beeindruckte er auch 1991.

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Hahn im Korb: Freddy 2004 bei den Dreharbeiten der Serie "In aller Freundschaft" mit den Schauspielern Jutta Kammann (Oberschwester Ingrid), Irma Münch (Elsa Schwan), "Glücksrad-Fee" Maren Gilzer (Schwester Yvonne) und Andrea Kathrin Loewig (Oberärztin Globisch, v.l.n.r.). In Folge 244 der Arztserie spielt Freddy einen ehemaligen Hochseilartisten.

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Mit 70 auf der Bühne - und mit einem schönen Mädchen im Arm: Quinn singt im Februar 2001 im Kongresshaus in Zürich im Musical "Die große Freiheit Nummer 7".

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Immer für einen Spaß gut, wie hier im Kostüm des Zirkusdirektors: Mit dem Clown Toni Alexis albert Quinn 2006 in Bad Segeberg in einer Vorstellung des Circus Krone herum.

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Wer kennt noch Eva Herman? Rote Rosen gabs von der ehemaligen Tagesschausprecherin bei der Sendung "Lieder, die das Leben schrieb" im Schmidt's Tivoli auf der Hamburger Reeperbahn.

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Ein Ehrenring für die Schlagerlegende: 1997 erhält Quinn für seine Verdienste um die deutsche Unterhaltungsmusik den "Paul-Lincke-Ring" der Stadt Goslar.

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Ein trauriger Punkt in seinem Leben: Quinn hinterzieht Steuern im Wert von umgerechnet rund 900.000 Euro. "Das war eine Untat. Es tut mir leid», sagte der 73-Jährige im November 2004 unter Tränen. Die Anklage wirft ihm vor, seinen Hauptwohnsitz von 1998 bis 2002 in der Schweiz gehabt zu haben, hauptsächlich aber bei seiner Verlobten Lilli Blessmann (86) in Hamburg gelebt zu haben. Quinn sagte, er habe vor Steuerfragen die Augen verschlossen.

Im Gerichtssaal des Hamburger Landgerichts wird er wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldbuße von 150.000 Euro verurteilt.
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Im Gerichtssaal des Hamburger Landgerichts wird er wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldbuße von 150.000 Euro verurteilt. © dpa

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Von Bord des Museumsschiffs "Rickmer Rickmers" stimmt Freddy Quinn 2003 im Hamburger Hafen den Jahrhundert-Hit "La Paloma" an. Ein Chor von 83.500 Freizeitsängern schmettert, Liedzettel in der Hand, von den Landungsbrücken aus mit - und dieser Auftritt schafft es ins Guiness-Buch der Rekorde.

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Alles Gute zum 70.Geburtstag! Die Sängerin einer russischen Musikgruppe gratuliert im Artistenmuseum in Klosterfelde bei Berlin. Kurz zuvor hatte Freddy Quinn die "Ehrenmedaille für Artistik in Gold" verliehen bekomme, besonders für sein Talent als "Allround-Artist".

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2002 erhält er in der Sendung "Krone der Volksmusik" eine Auszeichnung für sein Lebenswerk. Links Moderatorin Carmen Nebel.

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Für die Sendung "Erbin mit Herz" stand er 2008 mit Nina Proll und Katja Weitzenböck vor der Kamera.