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Zwei Kinder getötet - Prozess gegen Vater beginnt am Donnerstag

Der Angeklagte steht wegen zweifachem Mord vor Gericht - 08.04.2021 08:01 Uhr

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, die Kinder erstickt zu haben, um damit seiner getrennt von ihm lebenden Partnerin Schuldgefühle zu machen. Die Frau lebte nach der Trennung mit einem anderen Mann zusammen.

Als Sohn und Tochter im Mai 2020 bei ihrem Vater übernachteten, gaukelte er ihnen der Anklage ein Spiel vor: Er gab sich als Polizist aus, der die Kinder mit Kabelbindern fesseln müsse. Auf diese Weise habe der Mann verhindern wollen, dass sich die Kinder gegen die Tötung wehren. Den Bub fesselte er demnach an Händen und Füßen, das Mädchen an den Händen. Danach soll ihnen der Vater jeweils eine Tüte über den Kopf gezogen, diese verklebt und die Kinder zusätzlich gewürgt haben. Beide Kinder erstickten.

Der Tatverdächtige hatte im vergangenen Mai eine Bekannte angerufen, die dann fürchtete, er könnte sich etwas antun wollen und wiederum die Polizei alarmierte. Die Beamten fanden in der Wohnung des Mannes in Schwarzach (Landkreis Straubing-Bogen) die Leichen der Kinder. Der Mann stellte sich einige Stunden später auf der Polizeidienststelle.

dpa

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