Scharfe Kritik an Zoo

Peta-Protest gegen Tiergarten: "Fuchsjagd ist grausam und unnötig"

21.10.2021, 14:44 Uhr
Im Tiergarten Nürnberg werden seit Jahren Füchse getötet - Tierschützer fordern ein sofortiges Verbot.

Im Tiergarten Nürnberg werden seit Jahren Füchse getötet - Tierschützer fordern ein sofortiges Verbot. © imago images/blickwinkel, NNZ

Seit Jahren stellt der Tiergarten Lebendfallen auf. Findet sich darin ein Fuchs, wird er erschossen. Die Tierrechtsorganisation "Peta" kritisiert diese Praxis scharf. "Heimische, freilebende Fuchskinder zu töten und sich gleichzeitig als Artenschützer aufzuspielen, ist völlig absurd. Offenbar muss jedes Tier im Tiergarten, das sich nicht für die Zurschaustellung eignet, um sein Leben fürchten", heißt es in einer aktuellen Mitteilung.

Experten zufolge, so die Organisation, regulieren sich Wildtierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten von selbst. Peta lehnt die Fuchsjagd generell als grausam und unnötig ab.

Direktor Dag Encke verteidigt die Fuchsjagd in seinem Tiergarten. Von einer Auswilderung im benachbarten Reichswald hält er nichts: "Das wäre völliger Schwachsinn. Die dortigen Territorien der Füchse sind besetzt, es wäre massivster Stress für die Tiere. Wir müssen aus den Köpfen herausbekommen, dass wir etwas Gutes tun, wenn wir alle Tiere retten wollen. Das Töten gehört zum Artenschutz dazu. Wir bekämpfen invasive Arten, um gefährdete zu schützen."

Der Zoo am Schmausenbuck steht immer wieder in der Kritik von Tierschützern, sei es wegen der Delfinhaltung oder wegen des Einschläferns des Löwen "Subali" im August.