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Andeutung von fränkischem Politiker: Soll Armin Laschet Bundespräsident werden?

Andreas Schwarz befeuert Gerücht auf Twitter - Weg für Söder wäre dann frei - 14.04.2021 16:36 Uhr

Verzichtet Armin Laschet zugunsten von Markus Söder auf die Kanzlerkandidatur? 

14.04.2021 © via www.imago-images.de, NN


Laschet for president? Laut dem Bamberger SPD-Abgeordneten Andreas Schwarz könnte das eine realistische Option sein. Demnach könnte der CDU-Chef das Amt des Bundespräsidenten übernehmen - vorausgesetzt er verzichtet auf die Kanzlerkandidatur und macht den Weg frei für Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder.

Wird Armin Laschet Bundespräsident? Fränkischer Politiker befeuert Gerücht

"Man hört, dass man Laschet als Ausgleich für den Verzicht das Amt des Bundespräsidenten anbietet", schreibt Schwarz auf seinem Twitter-Account. "Wenn das stimmt, dann wird das Schauspiel der Kanzlerfrage zur Tragödie auf Kosten der Demokratie. Dann bedient sich die #CDUCSU am Land."

Aus Sicht der Union wäre das wohl eine elegante Lösung, um den festgefahrenen Machtkampf zwischen Laschet und Söder um die Kanzlerkandidatur aufzulösen. Der CDU-Chef könnte sich ohne Gesichtsverlust mit dem höchsten Amt der Bundesrepublik trösten - und die Union kann den in der Bevölkerung deutlich beliebteren CSU-Chef aufstellen. So zumindest die Theorie.

CDU-Politiker sollen Bundespräsidenten-Ausweg bereits im Sommer ins Spiel gebracht haben

Die Idee an sich ist nicht neu. Laut der Süddeutschen Zeitung wurde sie bereits im Sommer von mehreren CDU-Politikern - darunter zwei Mitglieder des Bundesvorstands - ins Spiel gebracht. Offiziell hat sich dazu bislang aber niemand aus den Reihen der Union geäußert.

Und selbst wenn CDU und CSU diese Option ziehen sollten, ist es alles andere als sicher, dass Laschet tatsächlich Bundespräsident wird. Fakt ist, dass Frank-Walter Steinmeier bis Frühjahr 2022 gewählt ist. Ob er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung steht, hat der SPD-Politiker noch nicht verlautbaren lassen.


Laschet oder Söder? So votieren die nordbayern.de-User


Und auch wenn es als wahrscheinlich gilt, dass die Union bei der nächsten Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten bestimmt, die meisten Mitglieder aller Parteien entsendet, bräuchten CDU und CSU dennoch weitere Stimmen außerhalb der eigenen Reihen. Eine naheliegende Verbündete wäre die FDP, mit der Laschet seit 2017 als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident koaliert.

Die Bundesversammlung setzt sich jeweils zur Hälfte aus den Mitgliedern des Bundestags und aus Vertretern der Bundesländer, die von den Landtagen gewählt werden, zusammen. Die Mehrheitsverhältnisse werden also deutlich vom Ausgang der Bundestagswahl im Herbst beeinflusst werden. Zudem stehen bis zum Wahltermin im kommenden Jahr noch zahlreiche Landtagswahlen an. Es wäre also ein Roulette-Spiel von Laschet, sich auf diesen Deal einzulassen.

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trk

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