Auch in Nürnberg: Umwelthilfe will Silvester-Feuerwerk verbieten

30.7.2019, 16:04 Uhr
Reichlich Feuerwerk wird zur Feier des neuen Jahres in den Himmel vieler Großstädte abgefeuert.

Reichlich Feuerwerk wird zur Feier des neuen Jahres in den Himmel vieler Großstädte abgefeuert. © Christoph Schmidt, dpa

"Wir wollen keine Spaßbremse aufbauen. Die Menschen sollen sich auch weiterhin an Silvesterfeuerwerken erfreuen können", sagte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Feuerwerke könnten auch von professionellen Veranstaltern außerhalb der Stadtzentren organisiert werden. Möglich sei auch die Einrichtung von Gebieten, in denen privat geböllert werden dürfe.

Die Anträge richten sich an die Städte, deren Innenstädte besonders mit Feinstaub belastet sind. Dazu zählen neben Nürnberg auch Stuttgart, Berlin, Gelsenkirchen, Hagen und Köln. Zum Teil gebe es zwar bereits Verbote, aber diese seien noch nicht umfassend genug, sagte Resch.

Menschen mit Asthma betroffen

Umweltschützer warnen schon lange vor der hohen Feinstaubbelastung durch die Silvesterböllerei. "Viele Hunderttausend Menschen mit Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise schwerem Asthma, flüchten zum Jahreswechsel aus ihren Wohnungen oder müssen sich dort regelrecht luftdicht verbarrikadieren", so Resch.

Im Januar hatte die DUH angekündigt, ein Böllerverbot in deutschen Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung durchsetzen und dazu notfalls auch vor Gericht ziehen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir Kraft der Argumente weiterkommen."

Feuerwerksböller setzen laut DUH innerhalb weniger Stunden zum Jahreswechsel circa 5000 Tonnen Feinstaub frei. Dieser ist besonders giftig, sodass die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit deutlich höher sind als bei anderen Feinstaubquellen. Die Menge des freigesetzten Feinstaubs zum Jahreswechsel entspricht etwa 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Menge.

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