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Auch Krebshilfe fordert Werbeverbot für E-Zigaretten

Außerdem werden höhere Tabaksteuern ins Gespräch gebracht - 26.04.2019 15:54 Uhr

Die Deutsche Krebshilfe fordert genau wie die Ärzteschaft ein umfassendes Werbeverbot für Tabakwaren. © Martin Gerten/dpa


Dies gelte insbesondere für die Außenwerbung auf Plakatwänden ebenso wie für Werbung im Kino nach 18 Uhr. Mögliche weitere Werbeverbote in Deutschland müssten auch Tabakerhitzer und E-Zigaretten erfassen: "Auch wenn diese Produkte im Vergleich zu Tabakrauch schadstoffärmer sind, bedeuten sie für ihre Konsumenten dennoch eine Gesundheitsgefährdung", betonte Nettekoven. Speziell junge Menschen und Nichtraucher könnten durch sie in eine Nikotinabhängigkeit geraten.

Milliardenkosten durch das Rauchen

Nettekoven forderte zugleich, die Tabaksteuer regelmäßig zu erhöhen. Er verwies auf das Beispiel Frankreich, wo eine Packung Zigaretten aktuell 8,80 Euro koste. Der Tabakkonsum koste Menschenleben und Milliarden Euro, auch die Allgemeinheit zahle einen hohen Preis: "Die tabakbedingten Kosten betragen bundesweit jährlich mindestens 80 Milliarden Euro. 25,4 Milliarden Euro entstehen dem Gesundheitssystem, 53,7 Milliarden Euro sind für Produktionsausfälle und Frühverrentungen zu veranschlagen."

In die lange festgefahrene Debatte um ein Verbot der Tabakwerbung auf Plakatflächen ist Bewegung gekommen, nachdem die Union generellen Widerstand dagegen aufgegeben hat. Nunmehr wird darüber diskutiert, bestehende Beschränkungen auf Außenwerbung und Kinos auszuweiten. Offen ist, ob nur klassische Tabakprodukte einbezogen werden sollen. Ärztepräsident Montgomery hatte die große Koalition kürzlich aufgefordert, endlich Nägel mit Köpfen zu machen: Notwendig sei ein Werbeverbot für alle Rauchprodukte. Es wäre ein Unding, wenn die Industrie etwa weiter für E-Zigaretten werben dürfe.

dpa

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