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Ausschreitungen und Festnahmen bei Protesten in Paris

152 Menschen vorläufig in Haft - brennende E-Tretroller und Mülltonnen - 21.09.2019 21:16 Uhr

Eine Demonstrantin hält sich einen Schal vor den Mund, um sich vor Tränengas zu schützen. © Thibault Camus, dpa


Bei Protesten in Paris hat die Polizei mindestens 152 Menschen vorläufig festgenommen. Über 300 Menschen seien zudem kostenpflichtig verwarnt worden, weil sie in verbotenen Bereichen der Stadt protestierten, teilte die Polizei am Samstag mit.

"Gelbwesten": Macron geht weiter auf Demonstranten zu

Am Rande einer Demonstration für mehr Klimaschutz mit tausenden Teilnehmern kam es zu Ausschreitungen. Auf TV-Bildern waren brennende E-Tretroller und Mülltonnen zu sehen, laut Medien gingen auch Schaufensterscheiben zu Bruch. Sicherheitskräfte setzten in der südlichen Innenstadt Tränengas ein.

Gewalttäter mischten sich unter Demonstranten

Die Polizei forderte friedliche Demonstranten auf, sich beim "Marsch für das Klima" von gewalttätigen Gruppen zu distanzieren. Die Umweltweltorganisation Greenpeace rief Anhänger zum Verlassen der Demonstration auf. Unter den Gewalttätern, die sich unter die friedlichen Demonstranten gemischt hatten, waren laut Medien auch Vermummte.

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Spur der Zerstörung: "Gelbwesten"-Proteste in Paris

Die Proteste der "Gelbwesten" hinterließen in Paris eine Spur der Zerstörung. Viele Menschen gingen bei der Bewegung auf die Straße, um gegen die Missstände zu protestieren. Die Demonstrationen endeten immer wieder mit Randalen und Verwüstung.


Bei einem Protest Hunderter Anhänger der "Gelbwesten"-Bewegung setzte die Polizei in der Nähe der Prachtstraße Champs-Élysées im Westen der Innenstadt ebenfalls Tränengas ein, wie französische Medien berichteten. Auf dem kilometerlangen Boulevard galt ein Demonstrationsverbot. Die Polizei setzte nach früheren Angaben über 7000 Beamte ein.

Gelbwesten-Bewegung zersplittert

Anhänger der "Gelbwesten" protestieren seit vergangenem November gegen die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron und soziale Ungerechtigkeit. Die Bewegung ist zersplittert und nicht zentral organisiert, die Themenpalette mittlerweile sehr breit. Häufig tragen die Demonstranten auch gar nicht mehr einheitlich die gelben Warnwesten, nach denen die Bewegung benannt ist. In der Hauptstadt waren bei sonnigem Spätsommerwetter viele Menschen unterwegs. Zahlreiche öffentliche Gebäude, darunter auch Ministerien, waren für Besucher im Zuge einer jährlichen Veranstaltung geöffnet.

dpa

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