Aktueller Stand der Pandemie

Bayerns Schüler müssen weiter Masken tragen - Pflicht auf dem Schulhof gelockert

15.6.2021, 14:51 Uhr
Bayerns Schüler dürfen bei Pausen im Freien Masken ablegen.

Bayerns Schüler dürfen bei Pausen im Freien Masken ablegen. © Matthias Balk, dpa

Das Thema solle aber weiterhin diskutiert und auch wieder auf die Tagesordnung der nächsten Ministerratskonferenz gesetzt werden. Piazolo verwies zur Begründung des Lockerungsbegehrens auf die für die Schüler nachteilige "Belastungsverteilung" unter den Generationen und auf die vorgeschriebenen zwei bis drei schulischen Corona-Tests pro Woche.

Das CSU-Freie-Wähler-Kabinett konnte sich lediglich auf eine "Klarstellung" einigen, wonach bei Pausen im Freien, Wandertagen und ähnlichen Exkursionen draußen die Maskenpflicht für Schüler und Lehrer entfällt. Das sei aber schon bisher Bestandteil der geltenden Regelungen gewesen, sagte Staatskanzleiminister Florian Herrmann.

Trotz der weiterhin abnehmenden Infektionszahlen hielt Herrmann (CSU) die Zeit für einen maskenfreien Unterricht noch nicht gekommen. Er begründete das mit der Gefahr, die durch die Delta-Variante des Corona-Virus ausgeht. Diese Variante gilt als viel ansteckender als die bisher in Deutschland vorherrschenden Mutationen. Die Gefahr einer schweren Erkrankung liegt bei "Delta" doppelt so hoch.


Bayern passt Maskenpflicht an Schulen an


Der auf "Vorsicht und Umsicht" bestehende Teil der bayerischen Staatsregierung - im wesentlich deckungsgleich mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und den CSU-Kabinettsmitgliedern - beruft sich auf Auskünfte der Münchener Virologen Oliver Keppler und Michael Hölscher, die zur Konferenz zugeschaltet waren.

Sie verwiesen unter anderem darauf, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in der Delta-Virus-Heimat Großbritannien trotz größeren Impffortschritts in den letzten vier Wochen von 20 auf 70 angestiegen ist. Bei unter 20 liegen inzwischen auch die Inzidenzen in Bayern (18,8) und deutschlandweit (15,5). Man dürfe jetzt "nichts verstolpern", warnte Gesundheitsminister Klaus Holetschek. Im Falle einer stärkeren Verbreitung der Delta-Variante drohe eine erneute "exponentielle Entwicklung".