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Bericht: Angeklagter im Lübcke-Prozess hatte Kontakt zu NPD-Funktionär

Unterlagen des Verfassungsschutzes sollen Aufschluss geben - 25.10.2020 18:36 Uhr

Stephan Ernst wird vorgeworfen, den Politiker Walter Lübcke ermordet zu haben.

25.10.2020 © Ronald Wittek, dpa


Unter Berufung auf Unterlagen des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz berichtete die Zeitung, dass der Angeklagte Stephan Ernst in Beziehung zu dem NPD-Funktionär Thorsten Heise gestanden habe.

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Die Unterlagen seien Teil der Ermittlungsakte des Generalbundesanwaltes zum Mord an Lübcke im Juni 2019. In den Verfassungsschutzpapieren seien zahlreiche Begegnungen von Ernst und Heise beschrieben, darunter bei Stammtischen der NPD in Kassel, bei der Fahrt zu einer Demonstration in Berlin oder bei Winter- und Sommersonnenwendfeiern in Hessen und Thüringen. Die erste in den Akten erwähnte Zusammenkunft der beiden habe im April 2001 stattgefunden, die letzte im Juni 2011.


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In dem Verfahren vor dem Oberlandesgericht Frankfurt muss sich der 47 Jahre alte Deutsche zurzeit wegen Mordes verantworten. Die Anklage wirft Ernst vor, den CDU-Politiker Lübcke aus rechtsextremistischen Motiven auf der Terrasse von dessen Wohnhaus erschossen zu haben.

dpa

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