Weiterer Plan?

Bericht: Wer sich nach 6 Monaten nicht boostern lässt, gilt bald als ungeimpft in Deutschland

Stefan Zeitler

Online-Redaktion

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30.11.2021, 18:50 Uhr

So zitiert die BILD-Zeitung aus einer internen Quelle, dass Scholz einen Vorschlag am Rande der Bund-Länder-Schalte unterbreitet haben soll, der vorsehe, dass Menschen, die nach sechs Monaten keine Auffrischungsimpfung erhalten würden, ihr Impfzertifikat verlieren könnten. Konkret sei dies wie folgt schriftlich zu Papier gebracht: "Weil der Schutz der Impfung über die Zeit deutlich nachlässt, wird der Impfstatus perspektivisch nach sechs Monaten seine Anerkennung als vollständiger Impfschutz verlieren."

Heißt im Klartext: Geht dieser Vorschlag durch, würde eine doppelt geimpfte Person, die sich nach sechs Monaten nicht die dritte Dosis abholt, hier dann rein rechtlich nach sechs Monaten als ungeimpft gelten. Da in Deutschland bereits größtenteils flächendeckend 2G umgesetzt wird, wäre ein Teilnehmen am öffentlichen Leben nicht mehr möglich. Zutritt zu Kultur, Restaurants oder Gaststätten und zu Veranstaltungen wären dann verboten. Wie lange der Schutz nach einer Auffrischung anhalten würde – darauf ging Scholz bislang demnach nicht weiter ein.

Bei BildTV bestätigte Scholz dafür inzwischen offiziell, dass er sich für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland bis spätestens Anfang März einsetzen werde. Regierungssprecher Steffen Seibert teilte anschließend ebenfalls mit, dass Bund und Länder "zeitnah" über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden werden.