Krieg gegen die Ukraine

Bundesregierung: Leopard-1-Kampfpanzer aus Industrie an die Ukraine?

3.2.2023, 07:24 Uhr
Mehrere Leopard-1-Kampfpanzer in Niedersachsen.

© IMAGO / Sven Eckelkamp Mehrere Leopard-1-Kampfpanzer in Niedersachsen.

+++ Die Bundesregierung will die Weitergabe von Leopard-1-Kampfpanzern aus Industriebeständen an die Ukraine freigeben. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Formal ist die Genehmigung aber noch nicht erteilt, wie die dpa aus Regierungskreisen erfuhr. Nach Angaben der SZ wollen Rheinmetall und die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) Dutzende Panzer vom Typ Leopard 1 aufbereiten und könnten diese der Ukraine für den Kampf gegen Russland liefern. Dem Bericht zufolge gibt es bisher allerdings Probleme bei der Beschaffung von Munition.

+++ Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) empfängt heute die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zum Antrittsbesuch in Berlin. Scholz dürfte genau hinhören, was die Vorsitzende der rechtsradikalen Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu sagen hat. Während andere EU-Staaten sowie die USA und Großbritannien über Panzerlieferungen für Kiew debattierten, hielt sich Italien eher raus.

+++ Angesichts der schwierigen Lage - insbesondere im Osten - bekräftigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Forderung nach einer Erhöhung des Drucks auf Russland. Strategisch sei Russlands Niederlage schon absehbar. "Aber taktisch haben sie noch Ressourcen für Offensivversuche. Sie suchen nach Möglichkeiten, den Verlauf des Krieges zu ändern." Verteidigungsminister Olexij Resnikow fordert derweil nach einem Bericht der Agentur Ukrinform einmal mehr Raketen mit größerer Reichweite für sein Land. Die Ukraine sei auch bereit zu Garantien, dass damit keine Angriffe auf russisches Staatsgebiet ausgeführt würden.

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