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Corona: Das ändert sich ab dem Wochenende in Bayern

Ab Freitag dürfen sich bereits Bewohner zweier Hausstände treffen - 08.05.2020 13:13 Uhr

Bereits von diesem Freitag an dürfen sich auch in Bayern wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen - und zwar sowohl im privaten wie auch im öffentlichen Raum. Die Lockerung der coronabedingten Kontaktbeschränkungen tritt am Freitag in Kraft, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag sagte.

Damit sind Treffen von Nachbarn oder befreundeten Familien sowohl in Parks oder bald in Biergärten, aber auch in privaten Räumen oder etwa zum Grillen im Garten wieder erlaubt. Konkret werden laut Herrmann Kontakte mit "Angehörigen eines weiteren Hausstandes" gestattet.

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Man wolle keine lebensfremden Regelungen, sagte Herrmann. Er rief aber auch weiterhin zu Vorsicht und Umsicht auf. "Es soll nicht aus der privaten Begegnung eine Infektion entstehen", mahnte er.

Pflegeheime und Krankenhäuser erlauben Besuche

Zudem lockert Bayern das strikte coronabedingte Besuchsverbot in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen: Ab dem Wochenende sind wieder Besuche von einer festen Kontaktperson erlaubt - unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Schon ab kommendem Montag dürfen alle Geschäfte wieder öffnen, auch die größeren wie zum Beispiel Möbelhäuser oder Shopping-Malls. Die Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern entfällt.


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Es gilt aber überall Mundschutzpflicht. Auch der schwedische Möbelriese Ikea hat angekündigt, ab Montag wieder seine Filialen in Nürnberg/Fürth, Würzburg, Regensburg, München-Brunnthal, München-Eching und Augsburg öffnen zu wollen. Andere Einrichtungshäuser wie XXXLutz oder Poco, die bisher nur einzelne Geschäftsbereiche geöffnet hatten, werden dann auch wieder komplett geöffnet sein.

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Ab kommendem Montag sollen zudem bestimmte kontaktlose Einzel-Sportarten wieder erlaubt werden. Zudem dürfen Musikschulen wieder für Einzelunterricht öffnen, Fahrschulen ebenso.

Die Schulen sollen ab Montag schrittweise für immer mehr Jahrgänge wieder öffnen - aber nur langsam. Am 11. Mai sollen zunächst die Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, sowie die Viertklässler an den Grundschulen.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus grundsätzlich bis 5. Juni verlängert werden sollen, dass sich künftig aber auch mehrere Angehörige von zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen dürfen. Ein Abstandsgebot von 1,5 Metern, ein Verbot von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum und gewisse Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen.

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jm/dpa

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