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Corona: Früherer republikanischer Präsidentschaftsbewerber Cain ist tot

Geschäftsmann starb im Krankenhaus, wo er wegen Atembeschwerden behandelt wurde - 31.07.2020 10:20 Uhr

Der frühere republikanische Präsidentschaftsbewerber Herman Cain ist infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 

© imago stock&people via www.imago-images.de, imago images/UPI Photo


US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, er und First Lady Melania hätten Cain "geliebt". Er habe der Familie des Verstorbenen telefonisch sein Beileid ausgedrückt. Cain sei "eine kraftvolle Stimme der Freiheit", ein Patriot und ein großartiger Freund gewesen.

Der Geschäftsmann Cain hatte sich erfolglos um die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentenwahl im Jahr 2012 beworben. Nach Berichten über angebliche außereheliche Affären hatte der ehemalige Chef einer Pizzakette das Handtuch geworfen. Seither machte er mit seinem Blog immer wieder als politischer Kommentator von sich reden. Trump soll Cain zeitweise auch als möglichen Kandidaten für das Direktorium der US-Notenbank in Erwägung gezogen haben.

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Im Vorfeld der Präsidentenwahl im November sollte er als Kommentator beim konservativen Sender Newsmax eine eigene wöchentliche Show moderieren. Newsmax berichtete, Cain sei am 1. Juli nur zwei Tage nach einer Corona-Diagnose in ein Krankenhaus im Raum Atlanta eingeliefert und dort wegen Atembeschwerden behandelt.worden

Cain hatte rund zehn Tage vorher noch an einem Wahlkampfauftritt Trumps in Oklahoma teilgenommen, hatte dabei aber Berichten zufolge keinen Kontakt mit dem Präsidenten. Trumps Auftritt in einer geschlossenen Halle vor Tausenden Zuschauern war wegen der anhaltenden Corona-Pandemie und des Risikos möglicher Infektionen umstritten gewesen.


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dpa

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