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Corona-Pandemie: Sicherheitsexperten warnen vor Anschlägen mit Biowaffen

Alle Länder seien dafür anfällig - 25.05.2020 08:33 Uhr

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar moderne Gesellschaften seien,so die Experten des Europarats. © a-imago-20200405_185600-7.jpg, no credit


Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass terroristische Gruppen diese Lektion aus der Corona-Pandemie vergessen würden. Alle Länder seien dafür anfällig: "Der Schaden ist schnell und potenziell global."

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Deutsche Sicherheitsbehörden haben den Angaben zufolge bislang aber keine Hinweise auf entsprechende Anschlagsvorbereitungen. Der Europarat hat seinen Sitz im französischen Straßburg und kümmert sich um die Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte.

Bekämpfung durch Training

In der Stellungnahme heißt es dem Bericht zufolge weiter, die absichtliche Verwendung eines Krankheitserregers oder eines anderen biologischen Wirkstoffs durch Terroristen "kann sich als äußerst wirksam erweisen". Der Schaden für Menschen und Wirtschaft könnte weitaus größer sein als bei "traditionellen" Terroranschlägen, Gesellschaften würden über längere Zeiträume gelähmt, Angst verbreitet und Misstrauen weit über die unmittelbar betroffenen Gemeinschaften gesät.

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Die Experten fordern eine verstärkte und koordinierte Antwort der europäischen Staaten auf diese Bedrohung. Der Ausschuss, in dem Sicherheitsfachleute der Europarats-Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, plädiert auch dafür, die Bekämpfung biologischer Angriffe in Übungen zu trainieren.

Noch keine "konkreten Tatplanungen"

Das Bundesamt für Verfassungsschutz erklärte auf Anfrage der Funke-Zeitungen, bislang seien in Deutschland "keine konkreten oder abstrakten Tatplanungen" oder "ernsthafte Ideen oder Gedankenspiele zu bioterroristischen Aktivitäten" festgestellt worden. Im "eher unwahrscheinlichen Fall" eines solchen Anschlags dürfte am wahrscheinlichsten die Terrormiliz Islamische Staat oder Al-Kaida dahinter stehen, hieß es.

Anfang April hatte bereits UN-Generalsekretär António Guterres gesagt, er sehe eine steigende Gefahr künftiger Angriffe durch Bioterroristen mit dem Ziel einer Pandemie wie der gegenwärtigen.


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dpa

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